Susanne Schönemeier ist neue 1. Vorsitzende

Angelika Lempart (von links), Helmut Gierlich, Ulrike Hormann, Susanne Schönemeier, Jürgen Benk bilden den Vorstand der Stiftung für Menschen mit Behinderung in der Wedemark, Susanne Kopp ist kooptives Mitglied. Foto: B. Stache

Stiftung für Menschen mit Behinderung in der Wedemark tut Gutes

Mellendorf (st). Susanne Schönemeier hat erstmals als neue 1. Vorsitzende der Stiftung für Menschen mit Behinderung in der Wedemark die Sitzung des Stiftungsvorstands geleitet. Sie hatte das Amt im Juli von Konstanze Beckedorf übernommen. Zum Vorstand gehören des Weiteren Jürgen Benk als 2. Vorsitzender und Schatzmeister, Angelika Lempart als Schriftführerin sowie Ulrike Hormann und Helmut Gierlich. Susanne Kopp, stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe, ist kooptives Mitglied. Sie erfüllt damit die Bindungsaufgabe zwischen der Lebenshilfe Wedemark e.V. und von dieser 2002 ins Leben gerufenen Stiftung, die sich die Erich Kästner-Worte „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es“ auf die Fahnen geschrieben hat. Zweck der Stiftung ist die Förderung aller Maßnahmen und Einrichtungen, die eine wirksame Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung bedeuten. „Wir unterscheiden zwischen institutioneller und individueller Förderung“ erklärte Jürgen Benk. Dies verdeutlichte er durch entsprechende Beispiele. So habe die Stiftung für Menschen mit Behinderung in der Wedemark immer wieder die Berthold-Otto-Schule bei ihren schulischen Aktivitäten unterstützt und sich auch an den Kosten für den Ausbau des Kindergartens DOMINO finanziell beteiligt. Diese institutionelle Unterstützung greife immer dann, wenn beispielsweise „der Schulträger bestimmte Dinge einfach nicht übernimmt“, führte Jürgen Benk aus. Zur individuellen Förderung gehörten unter anderem die Übernahme der Kosten für einen Fahrzeugumbau zum Transport eines Kindes mit Behinderung (Rollstuhlrampe) oder die Bezuschussung für einen Assistenzhund vom Verein Apporte – für Menschen im Rollstuhl. Im jeweiligen Jahresbericht gibt der Stiftungsvorstand auch seinen Spendern Auskunft über die getätigten Ausgaben und legt gegenüber dem Finanzamt und der Stiftungsaufsicht Rechenschaft ab, erklärte der Schatzmeister. Susanne Schönemeier nutzte am Donnerstagnachmittag beim Pressegespräch nach der Vorstandssitzung die Gelegenheit, sich zunächst beim Vorstand für ihre Wahl zur 1. Vorsitzenden zu bedanken. „Ich fühle mich sehr geehrt“, erklärte sie. In ihrer Funktion als Erste Gemeinderätin der Gemeinde Wedemark sei sie auch mit sozialen Themen befasst und engagiere sich auch privat entsprechend. Anschließend nannte Susanne Schönemeier ihr großes Ziel, das sie gemeinsam mit den übrigen Vorstandsmitgliedern erreichen möchte: Die Stiftung für Menschen mit Behinderung in der Wedemark in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. „Es ist wichtig, dass wir präsenter machen, was wir Gutes tun, was wir schon getan haben an Gutem, was man bei uns beantragen kann“, sagte sie. Die Stiftung konnte bisher von Spenden und Zinseinkünften die Ausgaben für ihr Wirken in der Wedemark begleichen. Das niedrige Zinsniveau erschwere mittlerweile die Arbeit zur Unterstützung bedürftiger Menschen. Seit Oktober 2019 gebe es keinerlei Zinserträge mehr für die Stiftung. Daher sei es wichtig, zusätzliche Gelder zu generieren, beispielsweise durch Spenden. Susanne Schönemeier hofft dabei auf die Unterstützung aus dem Unternehmerbereich. „Wir haben in der Wedemark viele Unternehmen, die sehr viel tun für die Gemeinde und auch andere Dinge unterstützen.“ Die 1. Vorsitzende möchte auch die Netzwerkarbeit erweitern. Wichtig sei ihr auch die weitere, vertiefende Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat und dem Arbeitskreis Inklusion. In diesem Jahr werde die Stiftung für Menschen mit Behinderung in der Wedemark noch Anträge in Höhe von 6000 Euro „bedienen“, kündigte Schatzmeister Jürgen Benk an – für die Verlängerung eines Treppenlifts, den Bau einer barrierefreien Toilettenanlage sowie zur Unterstützung der Berthold-Otto-Schule.