Talentförderung im Eastern Cape

Der Direktor des LandesSportBundes, Reinhard Rawe (l.) war mit einer Delegation im Eastern Cape, um die Konzeption des Lotto-Sport-Internates vorzustellen. Foto: Yorck Wurms

Direktor des Landessportbundes informierte vor Ort

Region. Vertreter des LandesSportBund (LSB) Niedersachsen, darunter Direktor Reinhard Rawe aus Bissendorf, und des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport haben auf Einladung des Department of Sport, Recreation, Arts and Culture aus dem Eastern Cape die Konzeption des Lotto-Sportinternates im Kontext des Leistungssportförderkonzepts in Niedersachsen vorgestellt. In der Partnerregion des Landes Niedersachsen gibt es keine systematische Talentsichtung und –förderung. Die niedersächsische Delegation besuchte im District Alfred Nzo die Nolitha Special School – eine Schule für Menschen mit Lernbehinderungen, die auch Sportangebote macht. Nolitha Special School ist gleichzeitig ein Satellitencampus der Eastern Cape Academy of Sport, die für Talentsichtung und -förderung zuständig ist – vergleichbar mit dem deutschen Konzept der Olympiastützpunkte. Die Schule ist so gut strukturiert, dass die Delegation vorschlug, dorthin im nächsten Jahr zwei niedersächsische Freiwillige zu entsenden, die in Südafrika ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren.
Mit Vertretern des Sportdepartments des District O.R. Tambo wurde über Chancen
und Probleme beim Aufbau eines weiteren Satelliten der Akademie in der Stadt
Mthatha gesprochen. In der Zilinyama Primary School findet mit Unterstützung des Handball-Verbandes Niedersachsen inzwischen regelmäßig Handballtraining statt. Die Kinder aus den umliegenden Siedlungen kamen viele Kilometer zu Fuß – und oft barfuß – zu dem großen Turnier, das anlässlich des Besuches veranstaltet wurde. Ab 2012 sollen auch dort zwei niedersächsische Freiwillige tätig werden.
In East London standen neben den Gesprächen mit den regionalen Sportdepartments Besuche von Sportstätten und der Einsatzstellen der dort tätigen niedersächsischen Freiwilligen auf dem Programm. In Port Elizabeth kam die Delegation mit den Akteuren des Ministerium, der Akademien, der Kommunen und der Verbände zu einem ganztägigen Workshop zusammen, um Strategien für eine Systematisierung der Nachwuchsförderung im Leistungssport zu entwickeln. Sehr beeindruckt zeigten sich die Teilnehmenden von der Präsentation Reinhard Rawes, der das deutsche Nachwuchsförderkonzept mit Schwerpunkt Nachwuchs erklärte. Detailliert ging er auf die vielen kleinen Schritte und Wege ein, die notwendig waren, um das Konzept des Sportinternats in Hannover umzusetzen und den Neubau zu realisieren. Sportministerin Tom zeigte sich interessiert an der weiteren Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. Schon im Januar 2012 wird die nächste Delegation aus dem Eastern Cape den LandesSportBund besuchen,
um sich weiteres Spezialwissen anzueignen.