Technik an Bahnübergängen veraltet

FDP-Bundestagsabgeordneter Gregorios Aggelidis (links) und FDP-Landtagsabgeordneter Stefan Birkner (rechts) unterstützen den Wedemärker FDP-Ratsherrn Erik van der Vorm bei der Lösung der Verkehrsprobleme. Foto: A. Wiese

Abgeordnete müssen dicke Bretter bohren, um Auskünfte zu erhalten

Wedemark (awi). Dass hier ein langer Atem gefragt ist, war dem FDP-Bundestagsabgeordneten Gregorios Aggelidis und dem FDP-Landtagsabgeordneten Stefan Birkner klar, als sie dem Wedemärker FDP-Ratsherr Erik van der Vorm ihre Hilfe zugesagt haben, um die gravierenden Verkehrsprobleme in der Wedemark anzugehen. „Wir würden ja gerne sagen, in den Griff zu bekommen, aber das wäre wohl zumindest im Moment noch etwas vermessen“, räumt Aggelidis ein. Er ist ja schon froh, mittlerweile eine Antwort auf seine zweite Anfrage im Bundestag bezüglich der Bahnübergänge in Niedersachsen und der langen Schrankenschließzeiten bekommen zu haben.
Gemeinsam mit seinen Parteikollegen Christian Jung und Frank Sitta wollte Aggelidis wissen, wieviele Bahnübergänge es nach Kenntnis der Bundesregierung in Niedersachsen und Baden-Württemberg gibt und wieviele davon noch mit Technik aus den Jahren vor 1960 ausgestattet sind. Auf die Frage, wieviele der 790 höhengleichen Bahnübergänge in Niedersachsen mit Technik von 1960 und älter an Autobahnumleitungsstrecken liegen, an wievielen Bahnübergängen die Schließzeiten durch neueste Technik verringert werden konnten, wie der STan der Planung und Umsetzung der Erneuerung der Tecnik an diesen Bahnübergängen ist und für welche eine Beseitigung ders Übergang durch Brücken oder Überführungen geplant ist, verwiest die Bundesregierung in ihrer Antwort darauf, dass sie die Deutsche Bahn AG und die zustänigen Behörden in Niedersachsen zu dem Sachverhalt um Stellung gebeten habe. Die Infomationen würden nachgereicht. Nicht befriedigend für die liberalen Politiker, die sich der Bevölkerung in der Wedemark gegenüber im Wort sehen, zeitnah für eine Lösung der durch das jüngste Gutachten belegten Verkehrsprobleme in der Wedemark einzutreten. „Ich wüsste wirklich gerne, mit welcher Technik wir es hier in der Wedemark an den Bahnübergängen zu tun haben“, so Aggelidis, der vollstes Verständnis für die Verärgerung von Erik van der Vorm hat, dem das Problem in der Wedemark seit Jahren unter den Nägeln brennt. Die Antwort, alle Bahnübergänge in Niedersachsen seien unabhängig vom Alter der verwendeten Technik sicher und funktionsfähig,befriedigt den FDP-Bundestagsabgeordneten nicht wirklich. In der Wedemark gibt es insgesamt neuen höhengleiche Bahnübergänge, überschlagen Aggelidis, Birkner und van der Vorm schnell. Sie sind überzeugt, an allen würde sich die Wartezeit deutlich, nämlich um ein Drittel, verringern, wenn nur die Technik aufgerüstet werden würde. Stefan Birkner geht zudem von einer deutlichen Effektivitätssteigerung für die Bahn aus, wenn digitale Technik eingesetzt würde. Das jüngste Verkehrsgutachten habe gezeigt, dass in der Wedemark 15 bon 60 Minuten die Schranken geschlossen seien. Erik van der Vorm mag sich gar nicht ausmalen, wie sich die Verkehrssituation in der Wedemark entwickelt, wenn die geplanten neuen Baugebiete in Elze und Mellendorf-Ortsriede vollgelaufen sind. Er habe daher im Rat dringend eine verkehrliche Vorplanung insbesondere für die Ortsriede gefordert, da die Schaumburger Straße an der Einmündung in die Wedemarkstraße schon heute ein Nadelöhr sei. Einen entspechenden Antrag, vor allem den Zebrastreifen dort nicht aufzuheben, habe auch der Seniorenbeirat gestellt, berichtet van der Vorm. Er bittet um Verständnis, dass er sich zum Stand der von ihm forcierten Autobahnauffahrt auf die A352 bei Bissendorf-Wietze aus taktischen Gründen zurzeit nicht äußert. Er sei aber weiter dran, betont van der Vorm und habe auch dafür die Unterstützung von Birkner und Aggelidis.