Tempo 30 auf der L 380 erhitzt die Gemüter

Resse/Negenborn (awi). Die L 380 ist zwischen Resse und Negenborn saniert worden. Zwei Wochen lang war die Strecke voll gesperrt, für viele Anwohner und Pendler bedeutete dies erhebliche Umwege und sie waren heilfroh, als die Sperrung aufgehoben wurde. Doch statt besser ist die Straße dort nach der Ausbesserung der schlimmsten Schadstellen noch schlechter geworden, stellten viele Autofahrer, die die Strecke regelmäßig fahren, überrascht fest. Zwar war bekannt, dass zunächst nur teilweise Randsteifen auf einem Meter Breite beidseitig erneuert worden waren, um so die Fahrbahn wintertauglich zur Verfügung zu haben und im kommenden Frühjahr dann die endgültige Fahrbahndecke aufgebracht werden soll. Doch das jetzt auf einem längeren Abschnitt Tempo 30 angeordnet wurde, erhitzte die Gemüter vieler Autofahrer ebenso wie die Tatsache, dass die Mellendorfer Polizei die Einhaltung dieses Limits am Wochenende gleich kontrollierte. Während der etwa zweistündigen Kontrolle wurden 13 Verstöße registriert. Neun Fahrzeugführer zahlten vor Ort ein Verwarngeld, die übrigen werden in den nächsten Tagen Post von der Region Hannover erhalten. Der schnells-
te Verkehrsteilnehmer wurde mit 111 Stundenkilometern gemessen, erlaubt sind an der Kontrollstelle 70 Stundenkilometer. Der Betroffene muss mit einem Fahrverbot für die Dauer eines Monats rechnen. Doch der Grund für die Geschwindigkeitsbeschränkung ist keine Schikane, sondern dient der Sicherheit der Autofahrer, erklärte auf Anfrage des ECHO Katrin Spring, stellvertretende Amtsleiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover. Das neu eingebaute Tragschicht-Material im Randstreifen hat sich nämlich – eventuell auf Grund der Witterungsverhältnisse – nicht so mit dem alten Teil der Fahrbahn verbunden wie geplant. „Die Straßenmeisterei beobachtet die Situation und wenn keine Verschlechterung des Zustands eintritt, wird das Tempolimit auf 50 km/h heraufgesetzt“, erklärte Spring.