Theatertage sind eröffnet

Körperkunst der Gruppe Fabuloka auf dem Gelände der Pfarrscheune Elze zur Eröffnung der TheaterTage Foto: E. Rodenbostel

Elzer Pfarrscheune entwickelt sich zum Anziehungspunkt

Elze (er). Am vergangenen Freitag war die Pfarrscheune voll besetzt. Alle Organisatoren zeigten sich hochzufrieden. Das Wetter passte, die Vorstellungen vor und in der Scheune fanden viel Zustimmung und Applaus. Theatertage in der Pfarrscheune, die den idealen Rahmen bietet. Über die Möglichkeiten dieses besonderen Ambientes freut sich die Elzer Kirchengemeinde mit Pastor Maik Schwarz genauso wie Bürgermeister Helge Zychlinski und die Kulturbeauftragte der Gemeinde, Angela von Mirbach. Sie eröffneten das Programm in der Scheune und wurden durch den künstlerischen Leiter Dirk Ihle unterstützt. Es folgte von der Bühne Cipolle präsentierte Schachnovelle nach Stefan Zweig als Figurentheater mit Livemusik. Dies war an dem Eröffnungsabend schon die letzte Darbietung. Begonnen hat alles vor der Scheune, als die Besucher durch die musizierenden Hühner begrüßt wurden. Sie tönten und liefen vor sich hin, sprangen auf Tische, legten ein weißes und schließlich ein goldenes Ei, aus welchem nach dem Ausbrüten ein Frosch schlüpfte, der sich nur durch einen Kuss von einem „zum Hahn“ gemachten Mann aus dem Publikum in den gewünschten Prinzen verwandeln ließ. Die Hühner „führten“ durch das Programm und ließen sich schließlich in einem anderen Bereich vor der Scheune nieder. Dorthin folgte das willige Publikum um sich das Stück „Contra“ der schwedischen Gruppe Fabuloka anzusehen, eine Aufführung zweier Zirkusartisten. Sie beschreiben ihre Darbietungen als einen Mix aus Circus, Theater und selbstgemachter Musik. Sehr leicht und kunstvoll präsentierten sie ihre „Akrobatik mit Poesie“.
In diesem Jahr gibt es noch einige Aufführungen, für die sich ein Besuch bestimmt lohnt. Am kommenden Freitag und Samstag finden fünf Vorstellungen der Freien Bühne Wendland statt. Sie stellen das Stück „Der Junge im Bus“ vor. Am 30. Juni wird „Schmidt´s Katzen“ aus dem Stehgreif Geschichten erfinden und am 06. Juli ist für dieses Jahr der letzte Spieltag mit „Quichotte- die unerträgliche Leichtigkeit des Neins“, einem mit mehrfachen Kleinkunstpreisen ausgezeichneten Soloprogramm.