Therapiehund in Aussicht

Bei der offiziellen Scheckübergabe freuten sich alle Beteiligten: Matheas Mutter Dorothea, Ute Friese von der Aktion Kindertraum, Personalratsvorsitzender Frank Jürges, Polizeipräsidentin Christiana Berg und Vorsitzender der Polizeistiftung Ralf Leopold. Vorn: Matheas Vater und Mitarbeiter der Zentralen Polizei Direktion Hannover, Mathea mit Bruder Joshua. Foto: E. Rodenbostel

Große Spendenbereitschaft ermöglicht besondere Unterstützung

Hellendorf (er). Kurz vor Weihnachten ist die Spendenbereitschaft immer hoch. Die Zentrale Polizei Direktion (ZPD) Hannover schloss sich in den vergangenen Jahren oft anderen Aktionen an. Im letzten Jahr wurde die Behördenleitung rund um Polizeipräsidentin Christiana Berg durch einen Mitarbeiter auf einen eigenen Notfall aufmerksam. Das Kind eines Mitarbeiters, die knapp dreijährige Mathea aus Hellendorf, ist durch eine seltene Stoffwechselerkrankung auf ständige Blutzuckerkontrolle angewiesen. Alle zwei Stunden muss der Wert kontrolliert werden. Sollte dieser Vorgang gestört sein, und statt des Zuckers Fett abgebaut werden, macht es sich durch einen feinen Geruch bemerkbar, den speziell ausgebildete Hunde viel schneller wahrnehmen als Menschen. So können dank des ständig wachsamen Hundes rund um die Uhr rechtzeitig lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Diese sollten innerhalb von 15 Minuten erfolgen, je schneller, desto leichter ist die Hilfe.
Da die Erkrankung von Mathea nicht nur im Stoffwechselbereich liegt, sondern eine nicht zu diesem Krankheitsbild gehörende Gehörlosigkeiit dazukommt, ist es nicht möglich akustische Warnsignale bei einem zu niedrigen Blutzu-ckerwert einzusetzen. Deshalb könnte ein „Diabetikerwarnhund“, der gleichzeitig als „Gehörlosenwarnhund“ ausgebildet ist, der Familie eine große Hilfe sein. Mit Hilfe der ZPD ist es nun möglich einen solchen Hund zu erwerben. Ausgebildet werden einige Hunde schon als Welpe, andere kommen erst in eine andere Familie und werden dann mit etwa zwei Jahren von dem neuen Patienten übernommen. Eine enge Zusammenarbeit mit einer Hundeschule ist von den Eltern von Mathea schon angedacht. Noch ist ungewiss, ob es ein Welpe wird, oder ein ausgebildeter Hund.
Die Verantwortlichen der ZPD wurden von der hannoverschen Kinderhilfsorganisation „Aktion Kindertraum“ unterstützt. Sie halfen mit einem Spendenkonto, sowie ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise zum Umgang mit speziell ausgebildeten Therapiehunden. Alle etwa 2.300 Beschäftigten in der ZPD und der Vorsitzende des Personalrats Frank Jürges, der diese erste Spendenaktion für Mitarbeiter mit organisierte, freuten sich über die zusammengekommene Summe. Der Scheck in Höhe von 12.000 Euro wurde an die dankbaren Eltern und Mathea mit ihrem Bruder Joshua übergeben.