Überall werden Masken genäht

Mehr als 300 Masken sind schon durch die Hände von Giacomina und Giuseppina Marino gegangen.

Kirchengemeinde gibt einfachen Mund-Nase-Schutz aus

Wedemark. In den kommenden Wochen wird der Anblick von Menschen mit Mund-Nasen-Masken den Alltag bestimmen. Noch aber sieht man viele Einkäufer in den Supermärkten ohne diese Tücher. Die evangelische Kirchengemeinde St. Michaelis bietet daher Ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und anderen Gemeindegliedern, die noch keine Maske haben, solche einfachen Masken an – genäht wurden sie von Menschen aus der Gemeinde. Wer eine solche sogenannte Community-Maske benötigt, kann sie nach telefonischer Anfrage zu den Öffnungszeiten des Gemeindebüros in Bissendorf abholen. „Solange der Vorrat reicht“, schränkt Pastor Thorsten Buck das Angebot ein – denn eine Grundversorgung der Wedemark lässt sich auf diesem Weg natürlich nicht sicherstellen. Dienstag, Donnerstag und Freitag ist das Büro vormittags geöffnet, sowie am Mittwochnachmittag. Die Kirchengemeinde bittet um vorherigen telefonischen Kontakt unter (05130) 87 70.
Viele dieser Masken haben zwei Schülerinnen genäht. Mehr als 300 Stück sind in den letzten Wochen schon durch die Hände von Giacomina und Giuseppina Marino aus Bissendorf-Wietze gegangen – die beiden haben Sie an Vereine und Praxen und eben an ihre Kirchengemeinde gespendet. In den letzten Wochen haben die beiden fast jeden Tag an ihren Nähmaschinen gesessen. Aber immer erst nach 13 Uhr, wenn die Schulaufgaben erledigt waren. Die Arbeit an den Nähmaschinen geht den beiden mittlerweile locker von der Hand – auch eine Form, in den von Corona geprägten Tagen etwas Neues zu lernen. „Jede Maske hat ihr eigenes Muster und ist etwas anders genäht“, betonen die beiden. Letzte Woche sind sie dann auch einer „ihrer“ Masken beim Einkaufen begegnet – das war ein schönes Gefühl für sie.
Aber auch an vielen anderen Orten wird genäht – die Quiltgruppe, die sich sonst im Gemeindehaus von St. Michaelis trifft, arbeitete in den letzten Wochen dezentral und stellt für Arztpraxen und Altersheime ebenso Masken her wie die Erzieherinnen der evangelischen Kitas, die plötzlich fast gänzlich ohne Kinder in ihren leeren Häusern waren. Kitafamilien können sich gerne auch hier melden und unter der Telefonnummer (05130) 86 14 in der Kita Kranichweg eine Maske reservieren. Oder die Näherinnen der Nachbarschaftshilfe von miteinander.Wedemark, die diese Woche im Fernsehen zu sehen waren.
In der Resser Kita haben die Mitarbeiterinnen bereits 40 Masken produziert und arbeiten stetig weiter an Nachschub. Aktuell können im Eingangsbereich der Kita in der Martin - Luther - Straße 10a Masken gegen eine Spende mitgenommen werden. Reserviert werden kann am Besten unter der Mail kita@kirche-resse.de.