Überdimensionale Raupen und Schmetterlinge

Riesenschmetterlinge aus der Nähwerkstatt auf der Terrasse der Brelinger Mitte.

Kein Ersatz für „Kultur im Dorf", aber eine gute Alternative

Brelingen (awi). „Es war wirklich sehr nett und wir hatten an beiden Pfingsttagen
zusammen 153 Personen zu Besuch. Kinder nicht mitgerechnet. Alle haben
uns ein gutes Feedback gegeben", freut sich Bettina Arasin, eine der Organisatorinnen des Kulturspektakels zu Pfingsten rund um die Brelinger Mitte. Eigentlich hätte ja zu Pfingsten in Brelingen wieder das ganze Dorf und dazu viele Gäste aus der gesamten Wedemark und drumherum auf den Beinen sein sollen. Wenn, ja wenn Corona nicht dazwischen gekommen wäre. Doch der Kulturverein Brelinger Mitte lässt sich von einem Virus nicht ins Bockshorn jagen. Wenn nicht so, dann eben anders....Anders, das hieß in diesem Fall überdimensionale Raupen und Schmetterlingen aus der Nähwerkstatt rund um das Haus an der Marktstraße 1. Und dazu eine ungewöhnliche Ausstellung: „Was mir in die Finger kommt" verwandelt die Künstlerin Dagmar Utech in Kunstwerke, egal ob es aus Kunststoff, Holz, Textil oder irgendeinem anderen Material ist. Da findet man den Arm von Ken und das Bein von Barbie an einem Fischkopf und weitere urige Dinge, die die Fantasie beflügen. Neu zusammengefügt, bemalt und umgedreht werden diese Fundstücke zu skurrilen Meisterstücken. Meist entstehen Personen, aber auch Fische, Telefone, Fernseher, Boote und Wärmflaschen. Getreu den Corona-Regeln wird mittels „Eintrittsstift" darauf geachtet, dass nicht zuviele Besucher – natürlich mit Mund-Nasen-Schutz – gleichzeitig im Ausstellungsraum sind, in dem die Einbahnstraßenregelung gilt: vorne rein, den Pfeilen um die aufgestellten Tische herum folgen und dann über die Terrasse wieder hinaus.
Der Kulturverein hat sich dazu entschieden alle für Kultur im Dorf geplanten Aktionen stattfinden zu lassen, aber sie auf das Jahr zu verteilen. Höhepunkt wird 3. Oktober das Bankefest. Noch ist die Ausstellung in Brelingen am Wochenende von 17 bis19 Uhr geöffnet.  Im Glashaus sind Arbeiten aus Ton von Petra Schülke aus Oegenbostel ausgestellt.