Überraschung bei der Festnahme

KriminaLa-Zugriff: Hauptkommissarin Nadine Neumann (von links) nimmt Försterin Freya Franke als Mörderin von Heidelinde fest – zum Erschrecken der Hochzeitsgäste und zur Freude von Regisseurin Bettina Reimann, die sich das ganze Spektakel ausgedacht hat. Foto: B. Stache

Im KriminaLa-Fall Heidelinde wird die Mörderin gefasst und gesteht weitere Tat

Brelingen (st). Große Erleichterung machte sich am Sonnabend in der Wedemark breit – Heidelindes Mörder wurde dingfest gemacht. Die beiden KriminaLa-Hauptkommissare Nadine Neumann und Jens Jansen haben ganze Arbeit geleistet. Sie wurden bei der Aufklärung des Mordfalls Heidelinde von Oegenbostel aber auch von vielen Wedemärker Ermittlern aus der Bevölkerung unterstützt. Der Fall: Am 9. September heiratete Heidelinde von Oegenbostel den Bürgerlichen Henner Hoogestrat. Ihren Hochzeitstag überlebte die junge, hübsche Braut leider nicht. Sie wurde noch während der Feierlichkeiten tot aufgefunden – Heidelinde war mit einer blauen Wäscheleine erdrosselt worden. Am Sonnabend nun der KriminaLa-Zugriff in Brelingen an der Alten Brennerei, Hof Martens. Försterin Freya Franke, Partnerin von Heidelindes Vater, wurde als Mörderin der Heidelinde von Oegenbostel überführt und festgenommen – ganz zum Erschrecken der Hochzeitsgäste und zur Freude von Regisseurin Bettina Reimann, die sich das ganze Spektakel ausgedacht hat. Bei ihrer Festnahme gestand Fraya auch noch einen weiteren Mord: vor über zehn Jahren hatte sie die Mutter von Heidelinde ermordet. „Sie war ein Drachen“, fauchte Freya wütend. Hauptkommissarin Nadine Neumann erklärte: „Ich bin froh, dass ich die Mörderin heute verhaften konnte. Sie hatte sich gestern mit dem Satz ´In der alten Jagdhütte liegt definitiv kein Catch` verraten“. Die Mörderin wird nun ihrer gerechten Strafe zugeführt. Für Regisseurin Bettina Reimann und ihr Team war die KriminaLa 2018 ein voller Erfolg. „Wir sind vom Besucherandrang überwältigt worden. Im Heimatmuseum in Bissendorf mussten wir eine Szene wegen der vielen Ermittler gleich zweimal spielen“, erklärte sie. „Die Wedemärker waren wunderbare Ermittler, die uns erstaunlich schnell auf die Spur gekommen sind.“ Bettina Reimann dankte allen Mitwirkenden, die die KriminaLa zum Erfolg verholfen haben. „Besonderer Dank aber auch an Bürgermeister Helge Zychlinski, der mit seinen humorvollen Bühnenbeiträgen die Ermittler zum Lachen gebracht hat.“ Noch auf dem Hof Martens, unmittelbar nach der Schlussszene, erhielt die Regisseurin zahlreiche Glückwünsche für das gelungene Theaterformat. Während der siebentägigen Tätersuche gab es zahlreiche Preise zu gewinnen. Am entscheidenden Tag der Festnahme von Heidelindes Mörderin durfte sich mancher Ermittler auch über eine Requisite freuen, unter anderem ein niederländisches Kfz-Kennzeichen oder die blaue Wäscheleine. Den Hauptgewinn, einen Kaffeevollautomaten, gestiftet von Pleuß Elektro-Anlagenbau GmbH aus Elze, durfte Tatjana Löffel mit nach Hause nehmen. „Eine Wiederholung eines solchen Krimifestspiels in der Wedemark schließe ich nicht aus“, sagte die KriminaLa-Regisseurin zum Abschluss – sicher zur Freude vieler Wedemärker!