Übung: Feuerwehr rettet Bürgermeisterin

Michael Hahn zollt Wehren aus Brelingen, Bennemühlen und Mellendorf Respekt

Brelingen/Bennemühlen (awi). Es war nur eine Übung. Aber wäre es Realität gewesen, hätten alle vier Schwerverletzten lebend aus dem völlig zerstörten Auto geborgen werden können – dank eines konzertierten Einsatzes der Feuerwehren aus Brelingen, Bennemühlen und Mellendorf. „Hervorragend ausgearbeitet, vorbereitet und abgearbeitet“, zollte Gemeindebrandmeister Michael Hahn den verantwortlichen Organisatoren Ralf Prüser, Ortsbrandmeister von Bennemühlen, und Marcus Karp, stellvertretender Ortsbrandmeister von Brelingen, Lob und Respekt.
42 Einsatzkräfte waren mit sieben Feuerwehrfahrzeugen und zwei Rettungsdienstwagen im Einsatz. Die Einsatzkräfte wurden real alarmiert: „Schwerer Verkehrsunfall, vier verletzte Personen, im Auto eingeklemmt.“ Sie konnten erst vor Ort erkennen, dass es sich um eine Übung handelte, was auf den Ablauf des Geschehens jedoch überhaupt keinen Einfluss hatte.
Hochkonzentriert arbeiteten die Einsatzkräfte daran, die vier Verletzten aus dem völlig demolierten Opel Astra, der schräg an der Böschung hing, zu bergen und das Autowrack mit Schere und Spreizer zu zerlegen. An dieser Stelle muss auch den vier authentisch geschminkten „Verletzten“ für ihre schauspielerische Leis-tung ein echtes Lob ausgesprochen werden: Ortsbürgermeisterin Christiana Böttcher, Tanja Knorr, Dieter Kaufmann und Peter Brandt spielten ihre Rollen wirklich überzeugend, mimten Ohnmacht, Schock und Schmerzen und erzeugten damit für die Einsatzkräfte eine realistische Situation. So realistisch, dass Chris-tiana Böttchers Sohn Tim spontan noch vor Ort seinen Eintritt in die aktive Feuerwehr Brelingen verkündete und noch am selben Abend das Eintrittsformular unterschreiben wollte. Gemeindebrandmeister Michael Hahn betonte ebenso wie der stellvertretende Brelinger Ortsbrandmeister Marcus Karp, wie wichtig eine solche Übung gerade auch für die kleineren Feuerwehren sei, die in der Realität nicht häufig mit so einem schweren Unfall konfrontiert würden. Daher nutzten auch die Bennemühlener und Brelinger Feuerwehrleute die Gelegenheit, einmal mit Schere und Spreizer zu arbeiten. Es klappte genauso wie die Koordination durch die Einsatzleitzentrale, die die Meldung der Verletzten und die Verteilung auf die verschiedenen Krankenhäuser simulierte. Die Verletzten standen bei diesem Einsatz ganz klar im Vordergrund: „Erst die Zugangsöffnung, damit wir überhaupt an die Verletzten herankommen, dann die Versorgungsöffnung, damit die Verletzten noch im Wagen vom Notarzt versorgt werden können und dann die Bergungsöffnung“, erklärte Hahn.