Unicef wird 75 Jahre alt

Die Karte bildet eindrucksvoll ab, wieweit die Geburtstagschallenge die Unicef in Afrika gebracht hat.

39.167 Kilometer kamen bei Geburtstagschallenge zusammen

Wedemark (awi). Am 11. Dezember wird Unicef 75 Jahre alt. Christiane Freude erinnert sich an 
die Gründung, um den notleidende Kindern im kriegsgeschädigten Europe zu helfen, die Verleihung des Friedensnobelpreises 1965, die Erteilung des UN-Mandats, weltweit die Einhaltung der Kinderrechte zu beobachten und einzufordern. Und sie freut sich über ganz besondere Geburtstagsgeschenke, die sie und ihr Team richtig sprachlos machen:  Einer der aktuellen Geburtstagswünsche war ja der nach weltweiter Impfgerechtigkeit. Diesem hat sich die Arbeitsgruppe Südheide angeschlossen, und er war Anlass für die Unicef--Geburtstagschallenge, eine Solidaritätsaktion, die teilnehmenden Läufer- und Radler vom Weltherz an der Straße der Kinderrechte in Mellendorf in möglichst
viele Länder des impfbenachteiligten Afrikas führen sollte. Und da wurde ganz viel  Solidarität gezeigt. „Uns wurden für die über den Zeitraum eines Monat laufende Initiative unvorstellbare 39.167 Kilometer gemeldet – von Einzelpersonen, Gruppen und vielen teilnehmenden Kindern. Mit diesen ganz real zurückgelegten Kilometern haben wir es dann auf unserer symbolischen Reise von der Wedemark aus zunächst einmal durch Teile Belgiens, Frankreichs und Spaniens bis nach Algeciras geschafft. Von dort aus erreichten wir - beginnend in Rabat, Marokko - 42 afrikanische Hauptstädte und kamen schließlich in den Tschad, eines der landschaftlich schönsten und abwechslungsreichsten, aber dennoch ärmsten Länder Afrikas. Und zwischen Armut und Impfquote gibt es einen direkten Zusammenhang, eine Aussage, die sich durch die neuesten Zahlen von dort auf verstörende Weise untermauern lässt", berichtet Christiane Freude. Konkret gesagt sind gegenwärtig im
Tschad nur 0,4 Prozent (rd. 70.500 Personen) der Menschen vollständig und 1,1 Prozent einmal geimpft. So bedrückend diese Zahlen auch sind, so sehr freuen sich die Mitglieder von Unicef uns über das hohe Maß an Solidarität.
Bei ihrer Challenge hatte jeder Teilnehmende auch die Möglichkeit, die Aktion um eine
eigene Herausforderung zu erweitern: #createasub-challenge. Das hat auch die
Arbeitsgruppe aufgegriffen und sich das zunächst völlig unrealistisch anmutende Ziel gesetzt,
so viele Läufer und Radler für eine Teilnahme zu gewinnen, dass es am Ende reichen würde, um bis in die südafrikanische Hauptstadt Pretoria zu kommen. Dort steht unterhalb des
Parlamentsgebäudes das überaus eindrucksvolle neun Meter hohe Nelson.Mandela-Denkmal. „Wir dachten, es könne kaum ein passenderes Ziel für unseren Wunsch nach Impfgerechtigkeit geben. Denn: Wer hat das Streben nach Gerechtigkeit jemals stärker symbolisiert als diese Lichtgestalt? Aber dazu waren mehr als 18.000 km erforderlich", erzählt Christiane Freude. Dass dieses Zielnun  tatsächlich erreicht und in so hohem Maße übertroffen wurde, versetzt sie und ihre Mitstreiter nach wie vor in Erstaunen und erfreut sie jeden Tag aufs Neue, denn die zurückgelegte Gesamtkilometerzahl hat die Unicef nicht nur bis nach Pretoria geführt, sondern nochmals mehr als doppelt so weit bis in den Tschad.
Hinzugekommen sind großzügige Spenden, für die das Team ebenfalls sehr dankbar ist, denn damit können sie ganz konkret einen Beitrag zur Verimpfung des Covid-19-Vakzins gerade in den benachteiligsten Ländern leisten.