Vandalen hausten am Haus am Teich

Die Scheibe eingeschlagen, die Tür beschmiert: Vandalen hausten auf dem Gelände der Kinderfreunde.

Polizei ermittelt wegen versuchten Einbruchs und Sachbeschädigung

Mellendorf (awi). Tim Arndt vom Verein der Kinderfreunde steht fassungslos auf dem Gelände des Vereins der Kinderfreunde am Haus am Teich in Mellendorf: Das Fenster am Geräteschuppen ist eingeschlagen, der Schuppen und das Gebäude mit Grafitti beschmiert, das Außengelände übersät mit Unrat: Leere Bierflaschen, gebrauchte Kondome, angebrannte Plastikbecher und Scherben. In der Zeit von Freitagmittag bis Samstagabend versuchten unbekannte Täter gewaltsam in den Geräteschuppen des Vereins der Kinderfreunde auf dem Gelände am Haus am Teich am Allerhop einzudringen. Die Täter hatten eine Fensterscheibe eingeschlagen und versucht, das Fenstergitter abzureißen. Da das Gitter standhielt, gelang es den Tätern nicht, in den Schuppen zu gelangen. Der Schuppen, sowie die Hauswand eines in der Nähe befindlichen Gebäudes wurden zusätzlich mit grüner Farbe besprüht. Die Polizei bittet nun um Zeugenhinweise und Anwohner, verdächtige Beobachtungen zu melden.„Es handelt sich keinesfalls um ein Kavaliersdelikt", betont der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes im Mellendorfer Kommissariat, Kai-Uwe Bebensee. Auch für Tim Arndt, den Vorsitzenden des Vereins der Kinderfreunde, geht der Vorfall weit über einen Dummen-Jungen-Streich hinaus. Den ganzen Sonntag hat er selbst das Gelände aufgeräumt und gereinigt, damit die Kinder dort am Montag wieder spielen konnten. Die eingeschlagene Scheibe am Schuppen ist durch die Versicherung abgedeckt, die Entfernung der Schmiereien am Schuppen nicht. „Aber lassen können wir es auch nicht. Die Polizei hat uns extra darauf hingewiesen, dass solche Schmierereien Nachahmungstäter anlocken", so Arndt. Für die Entfernung der Graffiti selbst ist die Gemeinde als Eigentümerin zuständig, aber der Schuppen gehört den Kinderfreunden. „Wir haben extra ein Fenster eingebaut, damit man sieht, dass ein Einbruch nicht lohnt, weil nur ein wenig Kinderspielzeug in dem Schuppen ist", sagt Arndt kopfschüttelnd. Dass der Spielplatz am Haus am Teich ein Brennpunkt ist, sei allerdings nicht neu. Jugendliche träfen sich in der überdachten Sitzgelegenheit. Bereits mehrfach sei das Gelände verunreinigt worden, auch eine direkte Ansprache der Jugendlichen habe nichts genutzt. Er habe auch bereits die Gemeinde angesprochen und um Enfernung der Holzhütte gebeten, um den Jugendlichen das schützende Dach über dem Kopf zu nehmen, doch die Gemeind habe das abgelehnt, so Arndt im Gespräch mit dem ECHO. Der Vorsitzende des Vereins der Kinderfreunde hofft jetzt, dass die Ermittlungen der Polizei zu einem Ergebnis kommen, damit sowohl Schadensansprüche geltend gemacht als auch Folgetaten verhindert werden können.