Verdienstkreuz für Hermine Rüfer

Helge Zychlinski (von links), Bürgermeister der Gemeinde Wedemark, Hermine Rüfer, und Michael Dette, stellvertretender Regionspräsident.Foto: Region Hannover / Claus Kirsch

Bundespräsident würdigt mit Verleihung Engagement der Grünen-Politikerin

Bissendorf-Wietze. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Hermine Rüfer aus Bissendorf-Wietze in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der stellvertretende Regionspräsident Michael Dette hat der verdienten Kommunalpolitikerin Auszeichnung und Urkunde ges-tern im Regionshaus ausgehändigt. Hermine Rüfer hat sich 30 Jahre lang in der Kommunalpolitik engagiert und setzt sich seit vielen Jahren für den Naturschutz ein. 1976 war Rüfer an der Gründung der Bürgerinitiative Umweltschutz Wedemark beteiligt, eine Vorläufergruppierung der Vereinigung „Die Grüne Liste Umweltschutz“, die sich später als Ortsverband der Partei „Die GRÜNEN“ konstituierte. In den Anfangsjahren wirkte sie bei der Anti-Atomkraft-Bewegung mit und brachte das Thema Natur- und Umweltschutz durch Informationsstände und Altpapiersammlungen in den Blick der Öffentlichkeit. Rüfer lag insbesondere der Schutz von Bäumen sehr am Herzen. So kämpfte sie nachdrücklich und nachhaltig gegen Baumfällmaß­nahmen in der Wedemark. Von 1986 bis 2016 war Rüfer für Die Grünen Mitglied im Rat der Gemeinde Wedemark. Während dieser Zeit brachte sie sich in die Arbeit verschiedener Aus­schüsse ein, zuletzt war sie von 2011 bis 2016 im Ausschuss für Familie, Senioren, Soziales und Integration tätig. Des Weiteren war sie von 2011 bis 2016 Mitglied des Ortsrates Bissendorf-Wietze.
Seit Mitte der 90er Jahre setzt sich Hermine Rüfer in der Flüchtlingshilfe ein. Bis heute unterstützt und begleitet sie nach Deutschland geflüchtete Menschen im Alltag sowie in sozialen und rechtlichen Angelegenheiten. Sie hat sich auch an der Organisation interkultureller Treffen in der Wedemark beteiligt. Anfang der 2000er war Rüfer Mitinitiatorin des Projektes „Lernpaten­schaften“, das heute in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund Orts­verein Wedemark betreut wird. Bei dem Projekt werden Grundschulkinder, die Hilfe bei den Hausaufgaben und beim Lernen benötigen, von ehrenamtlichen Paten unterstützt. Mehrere Jahre lang war Rüfer hier Ansprechpartnerin für die Grundschule Resse. Über diese Tätigkeiten hinaus ist Rüfer Mitglied der Evangelisch-lutherischen Christophorus-Kirche in Bissendorf-Wietze und hat sich in die Gemeindearbeit eingebracht. Für ihr langjähriges besonderes Wirken um das Gemeinwohl ist Hermine Rüfer bereits 2017 mit der Ehrennadel der Gemeinde Wedemark ausgezeichnet worden. Die über Jahrzehnte geleistete ehrenamtliche Arbeit findet mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland die ihr gebührende Würdigung und Anerkennung, so Dette gestern in seiner Laudatio.