Verkehr bleibt ein Hauptärgernis

Die Kreuzung der Landesstraße mit den Straßen Am Jugendheim und Zum Rundshorn ist seit der Belastung durch den Umleitungsverkehr der Autobahn ein besonders neuralgischer Punkt. Foto: A. Wiese

Bedarfsampel noch defekt/ Protestaktion der Bürger am Montag in Gailhof

Wedemark (awi). Am Donnerstag fängt die Schule an. Von den geplanten Sicherheitsmaßnahmen Ampeln in Elze und Gailhof, Tempo-30-Limit nachts auf der Autobahn-Umleitungsstrecke durch die Dörfer Elze, Meitze und Gailhof ist noch immer nichts zu sehen. Und jetzt ist auch noch die Bedarfsampel an der Wedemarkstraße bei Rossmann defekt. Bürger in den betroffenen Ortschaften sind mehr als verärgert. Eltern, deren Kinder ab Donnerstag die immer stärker befahrene Wedemarkstraße queren müssen, sind besorgt um die Sicherheit der Schüler.
Zumindest letzteres Problem wird jedoch hoffentlich noch bis Donnerstag gelöst. Martina Schober, Leiterin der Straßenmeisterei Berenbostel, die für die Bedarfsampel zuständig ist, versicherte auf Anfrage, dass der Straßenmeisterei die Brisanz der Situation durchaus bewusst sei und mit Hochdruck daran gearbeitet werde, das defekte Steuergerät so schnell wie möglich auszutauschen. Wenn sie am Mittwoch absehen könne, dass dies nicht bis Donnerstag klappen werde, werde sie die Gemeinde informieren, damit möglicherweise eine kurzfristige Lösung gefunden werden könne. Ob dies die Regelung zu den Schulanfangszeiten durch die Polizei oder andere Lotsen sein könnte, dazu konnte Schober allerdings keine Aussage treffen. Auf jeden Fall sollte die Reparatur der Ampel nicht so lange dauern wie die Beschaffung der Schilder und Ampeln für die Umleitungsstrecke, sind sich alle Beteiligten einig. Die Geduld der Bürger insbesondere aus Elze, Meitze und Gailhof, aber auch der Mellendorfer Anlieger der Wedemarkstraße ist ausgereizt. „Wir alle leiden in diesem Sommer unter einem unerträglichen Verkehrsaufkommen“, so die Anwohner und rufen zu einer Protestveranstaltung am nächsten Montag, um 17.30 Uhr in Gailhof am Salon Kersten auf. Die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Westmann trifft sich dort mit dem Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Kai Seefried, um sich ein Bild von der Verkehrssituation zu machen. „Es wäre schön wenn sich betroffene Bürger einfinden, damit wir unsere Sorgen und Ideen vortragen können“, so die Drahtzieher, die namentlich nicht genannt werden wollen.
Die Gemeinde hatte schon vor den Sommerferien zugesichert, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts von 50 tagsüber und 30 in den Nachtstunden bis 6 Uhr kommen sollte. Allerdings waren die Schilder hierzu bis Redaktionsschluss nicht lieferbar. Der Vorschlag der Bürger für ein LKW-Verbot für die K 107 wird nach Informationen der betroffenen Bürger verwaltungs- und politikseitig keine Zustimmung findne. Dies hätte zur Entschärfung vor allem der Kreuzung in Gailhof beigetragen. Dennoch wollen die Bürger diesen Vorschlag am 13. August noch einmal vortragen und auf die Installation einer Ampel an der Kreuzung in Gailhof dringen. Der niedersächsische CDU-Generalsekretär Kai Seefried wird im Rahmen seiner 360°-Niedersachsen-Tour die Wedemark besuchen. Nachdem der Generalsekretär sich im Rahmen eines Ortstermins über die aktuelle Verkehrsbelastung der Wedemark aufgrund von Sperrungen und Baustellen auf der A 7 informiert hat, lädt der CDU-Gemeindeverband zum gemütlichen Teil des Besuches unter dem Motto „Grill den General“ ab 19 Uhr ins Reiterstübchen des Reitvereins Wedemark, Hellendorfer Straße 1, in Hellendorf auf dem Hof Kreutzer ein. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die CDU freut sich bei gutem wie schlechtem Wetter auf einen schönen gemeinsamen Abend mit guten Gesprächen.