Verkehr wird im Fokus stehen

Polizeikommissariatsleiter Jochen Sachweh (links) und der neue Einsatz- und Streifendienstleiter Frank Bührmann mit dem Hybridfahrzeug der Polizei, das dem Mellendorfer Kommissariat zur Verfügung steht. Foto: A. Wiese

Frank Bührmann ist neuer ESD-Leiter bei der Polizei

Mellendorf (awi). Ein neues Gesicht gibt es im Polizeikommissariat Mellendorf: Der Leiter des PK Mellendorf, Erster Polizeihauptkommissar Jochen Sachweh, begrüßte am Montag den neuen Leiter des Einsatz- und Streifendienstes Kriminalhauptkommissar Frank Bührmann im Dienstgebäude an der Wedemarkstraße. Bührmann ist Nachfolger des PHK Peter Trinks, der in den Personalrat der Polizeidirektion Hannover gewählt und hauptamtlich für diese Aufgabe freigstellt wurde. Trinks war zwei Jahre in Mellendorf für den Einsatz- und Streifendienst verantwortlich und hat hier wie seine Vorgänger seine eigene Note eingebracht. Der 56 Jahre alte Frank Bührmann, der seine Ausbildung ganz klassisch 1983 im mittleren Dienst der Polizei begonnen hat, übernimmt den ESD in Mellendorf in einer Phase, da die Beamten wegen der Corona-Pandemie seit März bis auf Weiteres ihren Schichtdienst nicht in dem seit Jahren bewährten bedarfsorientierten Modell praktizieren können, sondern wieder wie früher in festen Schichten arbeiten, in denen zurzeit keine Vermischung zugelassen ist. Auf Streife sind die Beamten selbstverständlich wie früher zu zweit unterwegs.
Frank Bührmann kennt das Geschäft, dem er jetzt wieder verantwortlich vorsteht: Bis März letzten Jahres war er vier Jahre lang ESD-Leiter im benachbarten Kommissariat Burgwedel. Seitdem war er in das Lage- und Führungszentrum in Hannover abgeordnet und dort für Gefahrenabwehr, Umwelt- und Objektschutz und Sicherheitspartnerschaften zuständig. Jetzt ist er nicht wie geplant nach Burgwedel zurückgekehrt, sondern hat die Nachfolge von Trinks in Mellendorf übernommen. Er und PK-Leiter Jochen Sachweh kennen sich aus Langenhagener Zeiten. Dort war Bührmann bis 2015 zehn Jahre lang Dienstschichtleiter. „Die Chemie passt damals und sie passt heute", sagt PK-Leiter Jochen Sachweh zufrieden. Er setzt auf das Fachwissen seines Kollegen und auf die Tatsache, dass die Kommissariate Großburgwedel und Mellendorf sich sehr ähnlich sind, was die Ländlichkeit und die Struktur der Bevölkerung betrifft. In der Wedemark wird der Fokus für den ESD-Leiter allerdings noch mehr als in Burgwedel auf dem Verkehr und der Umleitung auf Grund von Autobahnbaustellen und -unfällen liegen. Dafür gibt es hier keinen Personen- und Objektschutz für Persönlichkeiten wie Christian Wulff zu leisten, gibt Sachwehr zu bedenken. In dem Grundaufgaben des ESD-Leiters gibt es viele Parallelitäten zu seinem frühren Einsatzgebiet: Die Aufgaben umfassen Einsatzbewältigung,Kriminalitätsbekämpfung, präventive Verkehrsüberwachung mit dem Ziel der Senkung der Unfallzahlen und die Gewährleistung von Präsenz für die Sicherheit der Bürger.
Kriminalhauptkommissar Frank Bührmann wohnt in Sehnde, ist verheiratet und hat zwei mittlerweile erwachsene Töchter. Seinem Hobby, dem Training im Fitnessstudio kann er zurzeit wegen Corona nicht nachgehen, hofft aber, bald wieder mit dem Sport anfangen zu können. "Aber ich bin kein Leistungssportler, mir geht es um Kardiotranining und Prävention", betont Bührmann. Jetzt will er sein Einsatzgebiet, die Wedemark, erst einmal kennenlernen. Kommissariatsleiter Sachweh bestätigt, dass es ruhig ist in der Wedemark, auch in Corona-Zeiten. Die Polizei brauche kaum einzugreifen, um beispielsweise auf Einhaltung des Kontaktverbotes zu drängen. „Vielleicht wird das jetzt ein wenig mehr, wenn es wärmer wird, dass die Jugendlichen sich dann wieder mehr treffen wollen", mutmaßt Sachweh, doch er und sein ESD-Leiter sind sich im Klaren darüber, dass für sie hier in der Wedemark ganz andere Voraussetzungen gelten als für ihre Kollegen in den Städten. Und dass die Bevölkerung im Zuge der Corona-Maßnamen langsam ungeduldig wird, auch dafür haben die Ordnungshüter absolutes Verständnis.