Verkehrskonzept stößt auf Unmut der Anwohner

Christian Petereit von der Bissendorfer Schützengesellschaft stellte im Ortsrat die Pläne zum anstehenden Jubiläumsschützenfest vor. Foto: S. Birkner

Wertstoffhof in Bissendorf: aha informiert im Ortsrat über Planungen

Bissendorf (sb). Der Wertstoffhof im Bissendorfer Gewerbegebiet wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr eröffnen. Das wurde auf einer öffentlichen Sitzung des Bissendorfer Ortsrats am vergangenen Dienstag deutlich. Die Errichtung der Anlage werde nach der erteilten Baugenehmigung zügig vonstattengehen. Auskunft über den Stand der Planungen gab im Ortsrat Maik Renneberg. Er ist beim Abfallentsorgungsunternehmen aha für die Wertstoffsammlung zuständig und informierte über die Kapazität des Neubaus und das erwartete Verkehrsaufkommen. Mit Staus sei nicht zu rechnen, sagte Renneberg: Weil bis zu 70 Fahrzeuge und sogar LKWs Platz zum Be- und Entladen hätten, werde es nur selten zu Verkehrsbehinderungen außerhalb des Sammelplatzes kommen. Mit kritischen Terminen sei insbesondere zu Feier- und Brückentagen und im Herbst zu rechnen. "Das Konzept stimmt optimistisch, dass öffentliche Straßen und Wege durch den Wertstoffhof praktisch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden", sagte Renneberg.
Während aha von stündlich etwa 80 Fahrzeugen aus Richtung Westen und rund 50 aus Burgwedel spricht, könnte das Einzugsgebiet von mehr als 80.000 Einwohnern in Stoßzeiten zu deutlich einem größeren Verkehrsaufkommen führen. Besonders den Anwohnern des Westerfeldwegs bereitet das Sorge: Wegen der hohen Fahrzeugfrequenz sei mit großen Lärmemissionen zu rechnen. Die Kritik der Bürger galt in diesem Zusammenhang der SPD-Fraktion: Versprechungen, nach denen gesondert auf die betroffenen Anwohner eingegangen werden solle, seien von den Sozialdemokraten nicht erfüllt worden. Allen Bissendorfern einen Grund zur Freude bot im Gegensatz zu Renneberg der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Christian Petereit. Das Jubiläumsschützenfest solle ein Ereignis für Groß und Klein werden. Vom 1. bis 3. Juni wird den Bissendorfern ein buntes Programm geboten: Einer öffentlichen Party am Freitagabend folgen ein ausgiebiges Musikfeuerwerk und das traditionelle Festessen. Den Höhepunkt des Schützenfestes stellt aber der große Umzug am Sonntagmorgen dar. Die Strecke beläuft sich auf eine Gesamtlänge von 2,8 Kilometern. "Wir wollen die Dorfgemeinschaft möglichst intensiv in die Festivitäten einbinden", vesprach Petereit im Ortsrat. So solle der Umzug, für den insgesamt drei Getränkepausen vorgesehen sind, an besonderen öffentlichen Plätzen vorbeiführen. "Auf diese Weise können beispielsweise Menschen, die im Altenheim leben und nur noch begrenzt mobil sind, an unserem Jubiläum teilhaben", meinte Petereit. Christiane Killig aus der SPD-Fraktion
äußerte Bedenken, ob die Bereitstellung von Müllsäcken jegliche Verschmutzung des Ortes verhindern werde. Petereit nahm die Kritik mit in den Schützenverein.
In Bezug auf die L383 zwischen Mellendorf und Wennebostel gab die Gemeinde Wedemark im Bissendorfer Ortsrat bekannt, dass das Land mit den zugesagten Ausbesserungsarbeiten erst ab Oktober dieses Jahren beginnen werde.