„Verkehrsräume sind zu unsicher"

Jörg Woldenga (lnks) von der WWR und der Bürgermeisterkandidat der Grünen, Michael Papke, waren sich in vielen Punkten einig. Foto: Privat

WWR und Grüne trafen sich zum Informationsaustausch

Wedemark. Eine Delegation der Wedemärker Grünen hat sich mit Vertretern der Wählergemeinschaft Wedemark-Resse  getroffen. Jörg Woldenga von der WWR nahm das Gesprächsangebot positiv auf: „Wir haben uns als Wählergemeinschaft viel vorgenommen und wollen nicht nur für Resse sondern, auch für die Wedemark unser Engagement einbringen.“ Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Papke, zeigt sich sehr beeindruckt von dem verbindenden Element der WWR: „Es ist gut, dass sich ehemalige und erfahrene SPD- und CDU-Mitglieder weiterhin ehrenamtlich engagieren.“ Michael Papke macht deutlich, dass er als Bürgermeister mehr die verbindenden Ziele in den Vordergrund stellen würde, als das was trennt.Woldenga sagt dazu: „Ich habe die Wahlprogramme gegenübergestellt und finde, dass unsere größte Überschneidung der Verkehr ist.“ So finden Grüne und WWR, dass die Verkehrsräume für Fahrradfahrer und Fußgänger zu unsicher sind. Das, was der Ortsrat in Resse auf den Weg für die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer schon geschafft habe, sei zwar beeindruckend, reiche aber weder der WWR noch den Grünen. Die Grünen wollen innerorts Tempo 30 einführen. Woldenga sagt dazu: „Wir beißen uns in erster Linie die Zähne an der Landesbehörde aus. Die Hauptstraßen liegen nicht in der Hand der Gemeinde. Dort müssen wir ganz dicke Bretter bohren. Die Gemeindestraßen sind in Resse bereits alle 30-Zonen.“

Der Radweg zwischen Wiechendorf/Scherenbostel und Resse ist inzwischen genehmigt. In Resse selbst gibt es aber auch noch viel zu tun. So wäre ein Fuß- und Radweg zum Moorinformationspfad, eine bessere Beschilderung und die Verkehrsberuhigung auf der Osterbergstraße wichtig, da dort auch Schulkinder unterwegs sind, sind sich WWR und Grüne einig. Papke findet: „Resse ist für mich das überregionale Aushängeschild der Wedemark. Durch Mooriz und Moorerlebnispfad haben wir hier echte Perlen“.
Als weiteres wichtiges Thema spricht Woldenga das Thema Müllkippen an. „Wir kennen die ehemalige Müllkippe von Resse, die schon lange ein riesiges Problem darstellt. Es nütze niemandem, dass man im wahrsten Sinne Gras über die Sache wachsen lasse, meint Woldenga. Da, nach Aussage der WWR, auch in anderen Ortsteilen der Wedemark solche versteckten Müllberge bestehen, können sich die Grünen und die WWR vorstellen im nächsten Rat die Prüfung eines Sanierungsplans zu beraten.
Das von den Grünen vorgestellte Thema der Solarbiotope eröffnete die Idee einer zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeit für die Gemeinde. Papke meint dazu: „Dieses Thema hat nur Potential, wenn wir es schaffen, die Landwirte mit ins Boot zu holen. Jetzt läuft ja die Förderung des EEG für Biogas aus, daher wäre es spannend die freiwerdenden Flächen entweder für Solarbiotope zu nutzen oder eine Kombination aus Landwirtschaft und Photovoltaik durchzuführen.“ Auch die Idee einer Verbindung zwischen Renaturierung des Moores und der Solarbiotope halten WWR und Grüne erstmal für möglich.
Eine der existenziellen Fragen für die WWR ist die Diskussion über die Abschaffung der Ortsräte. Woldenga meint dazu: „Die Ortsräte sind für die gelebte Demokratie sehr wichtig. Die Überlegung, einen Ortsvorsteher einzurichten, lehnen wir ab.“ Papke möchte als künftiger Bürgermeister die Ortsräte stärken und ihnen mehr Kompetenz zukommen lassen. WWR und Grüne sind sich einig, dass diese zukunftsweisenden Themen nur mit neuen Ratsmehrheiten, aber auch nur mit einer neuen Verwaltungsspitze realisiert werden können. Die Grünen sehen die Chancen für die WWR als sehr gut an, den nächsten Ortsbürgermeister zu stellen. Da es für den Ortsrat Resse keine grüne Bewerber gibt, empfiehlt Papke seinen Wählern in Resse, die WWR zu unterstützen.Woldenga freut sich über diese Empfehlung. Eine direkte Wahlempfehlung gibt die WWR nicht für die Grünen, allerdings ist Woldenga davon überzeugt, dass es in die Stichwahl zum Bürgermeister nur ein Wedemärker schaffen wird.