Verschönerungsverein wird 50 Jahre alt

Diese alte Aufnahme aus dem Jahr 1983 zeigt die Teilnehmer der ersten Wanderung des Verschönerungs- und Naturschutzvereins. Foto: Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf

Jubiläums-Hauptversammlung am 13. März mit Vortrag von Dr. Hellmuth Hahn

Bissendorf (awi). Der Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf e.V. wird in diesem Jahr stolze 50 Jahre alt und lädt am Mittwoch, 13. März, um 19 Uhr zur „Jubiläums“-Jahreshauptversammlung ins Gasthaus Bludau in Wennebostel ein. Es wird nicht nur ein neuer Vorstand gewählt, sondern es gibt auch Gelegenheit zu der einmaligen Chance, Einblicke in alte Zeitungsausschnitte, Berichte und Fotos aus den letzten fünf Jahrzehnten zu nehmen, kündigt VNV-Vorsitzender Helmut Dohnke an: „50 Jahre ehrenamtliches Engagement – da gibt es auf den Stellwänden viel zu ent-
decken.“ Zum krönenden Abschluss hält Bissendorfs Ortshistoriker Dr. Hellmuth Hahn mit technischer Unterstützung durch Rainer Gerth einen Vortrag zum Thema: „Bissendorf im Wandel der Zeit“. Dahinter verbirgt sich eine Gegenüberstellung alter und neuer Aufnahmen, die in eindrucksvoller Weise die Veränderungen und den Wandel im Dorf Bissendorf belegen. Dazu sind nicht nur die Mitglieder des Verschönerungsvereins Bissendorf, sondern ganz herzlich alle interessierten Bürger der Wedemark am 13. März ins Gasthaus Bludau eingeladen.
Das ECHO wird in seinen nächs-
ten Ausgaben die vielfältigen Aufgaben des Verschönerungsvereins vorstellen und einen Blick in die fünfzigjährige Historie werfen. Im März 1963 wurde der Verein als „Verschönerungs- und Verkehrsverein Bissendorf“ mit den Zielen der Verschönerung des Ortsbildes und der Umgebung durch das Aufstellen von Ruhebänken, Wegweisern und Wandertafeln , die Schaffung von Grün- und Parkanlagen sowie die Erhaltung und Pflege der Kulturgüter und Denkmäler und des Vogeschutzes gegründet. Einziges heute noch lebendes Gründungsmitglied ist Cord Knibbe. 1983 wurde der eingetragene Verein umbenannt in „Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf“. Als Ziele wurden genannt die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde, die Förderung des Vogelschutzes und die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Diese Ziele gelten heute noch.
Viele Ordner mit Dokumenten und Zeitungsausschnitten hat Vereinsvorsitzender Helmut Dohnke in den letzten Wochen durchgewühlt und dabei viele interessante Dinge entdeckt. Der Verschönerungsverein hat bei weitem nicht nur Bäume und Büsche gepflanzt, Bänke aufgestellt und später den Krammarkt veranstaltet. „Ich bin auf wahre Raritäten gestoßen“, berichtet Dohnke. So habe es in den Anfangsjahren des Vereins tatsächlich Überlegungen gegeben, ein Schwimmbad zu bauen, und zwar da, wo heute die Kläranlage steht. Auch eine eigene Baumschule sei einmal geplant gewesen, aber nie realisiert worden. Dafür steht jedoch der Ereigniswald unter der Ägide des Verschönerungsvereins. Dieser hatte in den sechziger Jahren sogar ein eigenes Mitteilungsblatt, den Wedemark-Boten, wovon noch einzelne Seiten erhalten sind. Auch die Gestaltung des Amtsgartens mit dem Findlingsbrunnens geht auf die Initiative des VNV zurück. Doch davon in den nächsten Ausgabe mehr!