Viel Interesse an Ortsratssitzung

Bissendorfer Ortsrat mit Antje Lange (von links), Horst Menzel, Gitta Jansen, Jörn Albes, Susanne Brakelmann, Dirk Schnehage, Thomas Buchheit und Andrea Giese. Kontrovers diskutiert und sinnvoll beschlossen- Aufstellungsbeschluss wurde zügig formuliert. Foto: E. Rodenbostel

Erster Aufstellungsbeschluss für Bebauungsplan im Ortskern

Bissendorf(er). Bei der letzten öffentlichen Sitzung des Ortsrates Bissendorf kamen etwa 60 interessierte Bürger. In der offenen Fragestunde wurde auf das große Interesse der „im Büro zu Hause“ arbeitenden Bevölkerung eingegangen und von einem Bürger gebeten, die Wettbewerbsfähigkeit der auf  "homeoffice" angewiesenen zu erhalten. Er forderte alle auf, sich für den Glasfaserausbau einzusetzen.
Vom Ortsrat zu behandelnden Punkte waren die Bewilligung des Finanzausschusses für die Sanierung der Schultoiletten und das laufende Gespräch mit einem Investor für eine Seniorenwohnanlage im Neubaugebiet „Diersrahe“. Außerdem wurde über das seit Monaten fehlende Buswartehäuschen an der Grundschule und die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung an der Scherenbosteler Straße gesprochen. Im weiteren Verlauf ging es den Bürgern vor allem um den Bebauungsplan für den Bereich zwischen Gottfried-August-Bürger-Straße, an der Bücherei entlang, in der Verbindung zum Tattenhagen und der Straße am Markt. Zunächst stellte Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann fest: „Hierbei handelt es sich um einen Aufstellungsbeschluss, der die Planungsziele festhält, die von der Verwaltung im weiteren Verfahren berücksichtigt werden müssen.“ Im Laufe des Abends wurden verschiedene Ziele erfasst, die den Ortsbildcharakter sichern sollen. Der Ortsrat Bissendorf bittet die Gemeinde in einem nächsten Schritt um eine Aufstellung und Visualisierung der zurzeit bebauten Fläche, um sich einen Überblick über den derzeitigen Bestand zu verschaffen. Von den erlangten Zahlen ist dann eine moderate Steigerung der Bebauung angedacht. Auch diese Auswirkungen sollen visualisiert werden, mit beispielsweise 0,2 oder in Anlehnung an Neubaugebiete mit 0,35 % bebauter Fläche.
Die zu erlaubende Geschosshöhe wurde kontrovers diskutiert. Einwände gab es bei der eventuell zu erlaubenden Zweigeschossigkeit, die dann durch das üblicherweise ausgebaute Dachgeschoss, den Eindruck eines dreigeschossigen Hauses vermittelt. Der bestehende Denkmal oder Ensembleschutz muss berücksichtigt werden und die ortsbildprägenden Bäume sollen erfasst und in den Bebauungsplan mit aufgenommen werden. Den Bürgern waren möglichst ein Erhalt der Grünflächen, nicht zu schwere Komplexbauten und eine Abstandshaltung zu Straße und Gehweg wichtig. Der Wegfall von eventuellen Parkmöglichkeiten stellte für den Ortsrat kein Problem dar und damit konnten die von der Gemeinde vorgegebenen Punkte formuliert werden. Zur weiteren Vorlage werden sie an die Gemeinde weitergereicht, die nun erste Richtlinien des Ortsrates bei einer Bebauung des Gebietes berücksichtigen muss.