„Viele schaffen mehr“ beim SV Resse

Tauschten sich bei der Sommertour über viele verschiedene Themen aus: Pressewart Dirk Junker (von links), Helge Zychlinski, Rainer Rebeschke, Geschäftsführer Klaus Papies und Friedel Ernst. (Foto: O. Krebs)
 
In der Jugend Torwart und Torschützenkönig: Linksfuß Helge Zychlinski zeigte beim Kicken mit den Nachwuchsfußballern des SV Resse, dass er am Ball nicht alles verlernt hat. Auch wenn er hier etwas in Rücklage gerät. (Foto: O. Krebs)

Crowdfunding: Vorstand des Sportvereins wirbt um Gelder für Sanierung der Duschen

Resse (ok). Er feiert am nächsten Sonntag, 20. September, Geburtstag. Genauer gesagt den 57. Jahrestag. Die Rede ist vom SV Resse, dem westlichsten Sportverein der Wedemark. Mit Fußball und Handball – die Sparte gibt es mittlerweile gar nicht mehr – fing 1963 in der Osterbergstraße alles an. Im Laufe der Jahre sind ncoh die Abteilungen Körperbalance, Gymnastik, Volleyball, Inlinehockey, Tischtennis und Kinderturnen ins Leben gerufen worden. Bürgermeister Helge Zychlinski schaute sich auf seiner Sommertour beim Sportverein um, wollte hören, wo der Schuh drückt. Und da war natürlich auch Corona ein Thema. Denn: Der Kreisligist, der nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr bis zum Abbruch der Saison eine gute Rolle gespielt hat, muss zurzeit ohne Zuschauer kicken. Einnahmen, die dem SV Resse fehlen. „Wir können die Auflagen mit den Sitzplätzen auf unserem engen Platz nicht erfüllen. Darüber hinaus fehlen uns auch zusätzliche Ordner“, sagt der Vereinsvorsitzende Friedel Ernst, der wie seine Vorstandskollegen die ständigen Veränderungen bei den Verordnungen in diesem dynamischen Prozess im Auge hat. Und was das Personal angehe: Gesucht werde auch noch ein Platzwart auf Mini-Job-Basis. Bürgermeister Helge Zychlinski wies in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Corona-Hilfe hin, die das Land Niedersachsen gewährt. Die Sportförderrichtlinie der Gemeinde zeigen viele zusätzliche Möglichkeiten auf: neben einer prozentualen Förderung unter anderem auch Pauschalbeiträge, Investitionszuschüsse sowie Sonderbeiträge für Projekte und Einzelfallentscheidungen.
Auch in den anderen Sparten ist der Trainingsbetrieb wieder angelaufen – etwa Kinderturnen, Gymnastik und Tischtennis in der Sporthalle. Zychlinski machte deutlich, dass die Gemeinde bei zusätzlichen Reinigungskapazitäten wegen der verschärften Hygieneauflagen an ihre Grenzen stoße.
Nach dem Dach des Clubhauses sowie dem A- und B-Platz war zuletzt der C-Platz in Sachen Sanierung an der Reihe. Viele ehrenamtliche Helfer und der Förderkreis waren am Werk. Der zweite Vorsitzende Rainer Rebeschke, der für das Projekt C-Platz verantwortlich ist: „Aus dem alten Bolzplatz wird ein Kleinfeldplatz für die D-Jugend, Ballfangzäune stellen wir noch auf.“ Der Spielplatz ist nach einer Aktion auch aufgehübscht worden.
Jetzt soll in einer so genannten Crowdfunding-Aktion unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ Geld für die Sanierung der Duschen wegen Feuchtigkeits- und Lüftungsschäden zusammenkommen. 5.000 Euro und darüber hinaus viel Eigenleistung der Mitglieder ist notwendig. Sollte mehr Geld als nötig zusammenkommen, wird der Verein einen neuen Flächenrasenmäher kaufen. Das Gerät hat mit 24 Jahren auch schon seine beste Zeit hinter sich. Mehr zu dem Projekt auf der Internetseite des SV Resse unter dem Link „Sanierung Duschkabinen: Viele-schaffen-mehr“.
Aber Zychlinski machte auch hier deutlich, dass die Gemeinde unabhängig von den Förderzeiträumen auch kurzfristig reagieren könne.
Das Problem des Mülls am Clubhaus und das Blockieren der Parkplätze durch Besuch des Moorlehrpfades lässt sich dagegen wohl nicht so schnell beheben, aber Vereinsvorstand habe wegen dieses Konfliktpotenzials schon Kontakt zur Region aufgenommen. Allzu hoch will der Vorsitzende Friedel Ernst die Thematik aber auch nicht hängen. Vielmehr sind seine Kollegen und er froh, dass sich Helge Zychlinski kurz vor dem Vereinsgeburtstag die Zeit genommen hat, sich beim SV Resse trotz oder eben gerade wegen Corona auf den neuesten Stand bringen zu lassen.