Vierter BIT für Wedemarks Gymnasiasten

Silke Röttcher (v. l.), Karen Drews und Jutta Holtmann haben mehr als 60 Referenten engagiert. Foto: A. Wiese

Freitag organisieren Karen Drews, Jutta Holtmann und Silke Röttcher den Infotag

Wedemark (awi). Zum vierten Mal organisieren Karen Drews als Vorsitzende des FFGM, Jutta Holtmann als ehemaliges Mitglied im Schulelternrat und Schulvorstand des Gymnasiums und zum ersten Mal Sillke Röttcher als Mitglied im Schulvorstand den Berufsinformationstag. Er findet am Freitag, 23. März, erneut im Produktionstechnischen Zentrum Hannover, einer Einrichtung der Leibniz-Universität statt. Im Jahr 2008 haben Karen Drews und Jutta Holtmann diesen Berufsinformationstag eingeführt, der jetzt bereits zum vierten Mal die Schüler des Gymnasiums für die Frage der eigenen Berufsfindung sensibilisieren soll, wie Drews, Holtmann und Röttcher am Montag bei einem Pressegespräch erklärten.
107 Schüler im elften Jahrgang des Gymnasiums Mellendorf. Mehr als 60 Referenten engagieren sich, um den Schülern von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten, ihre eigenen Werdegänge darzustellen, von den Umwegen zu berichten, die dieser oder jener gemacht hat, bis er den für sich jeweils richtigen Platz gefunden hat. Unter den Referenten sind erstmals ehemalige Schüler, die selbst Nutznießer des ersten BITs im Jahr 2008 waren, zum Beispiel Dennis Draber, heute beim Baur-Verlag in Hamburg, Marius Tempelmeier, der ein duales Studium bei der Firma Sennheiser absolviert, oder Kari-Ann Tögel, die
Restauration studiert. „Wir sind dankbar, dass so viele sich für unsere jungen Menschen engagieren“, so Karen Drews. Auch für den vierten BIT gelte, dass die Schüler die Vielfalt der heutigen Berufsmöglichkeiten als schwer durchschaubar erlebten und in Berufsinformationsveranstaltungen meist auf Berater träfen, die Berufe nur theoretisch kennen, aber selbst keine eigenen Erfahrungen aufweisen könnten. „Unsere Referenten und Referentinnen kommen zu 100 Prozent aus der Praxis“, betonten Drews, Holtmann und Röttcher. Von allen Seiten nur zu hören, welche Voraussetzungen sie erfüllen müssten, um erfolgreich zu sein, verunsichere viele Schüler. Die allgemeine wirtschaftliche Situation mit Arbeitsplatzverlagerungen und Einsparungen vermittele ebenfalls Unsicherheit. Der viel zitierte Facharbeitermangel ändere an dieser Situation nichts. Auch wenn die Referenten beim BIT am Freitag diese Unsicherheitsfaktoren nicht ausräumen könnten, könnten sie aber doch bestätigen, dass die erste Entscheidung und Wahl eines Studiums oder einer Ausbildung sich zwar als ungünstig oder falsch erweisen könnte, dies aber kein Problem darstelle, solange man offen bleibe für andere Wege, Weichenstellungen und Weiterbildung. Meist ergäben sich dann neue Möglichkeiten, die sich erfolgreich realisieren ließen. Der BIT stelle losgelöst vom Schulalltag in besonderer Umgebung und mit besonderer Atmosphäre wieder einen Höhepunkt des Schuljahres dar. Die Schüler haben im Vorfeld ihre Wünsche geäußert und sind daraufhin in Gruppen eingeteilt worden. Neuester Trend in 2012 sei Psychologie, berichtete Drews. Sie haben aber auch noch Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit den Referenten.