Von Maya und Stuart lernen

Mario Weber und Sandra Scholz mit ihren Handpuppen Stuart und Maya. Foto: B. Stache
 
Die beiden Polizisten Mario Weber und Sandra Scholz mit den Handpuppen Stuart und Maya binden die Grundschüler in das Spiel mit ein. Foto: B. Stache

Präventionspuppenbühne der Polizei tritt mehrmals in der Grundschule Resse auf

Resse (st). Mit einem freundlichen „Guten Morgen Frau Scholz und Herr Weber“ begrüßten 27 Schüler der beiden zweiten Klassen der Grundschule Resse am Freitagmorgen die Polizisten Sandra Scholz und Mario Weber. Die Grundschüler hatten zuvor einen Stuhlkreis gebildet und warteten voller Spannung auf das angekündigte Programm der Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Hannover. Deren Mitarbeiter waren dazu mit ihren Handpuppen Maya und Stuart nach Resse gekommen. „Die Kinder werden in das Puppenspiel integriert, um Lösungen für verschiedene Lösungen zu finden“, erklärte Mario Weber vor der Aufführung mit dem Titel „Respektvolles Miteinander!“. Dabei geht es um Gewaltprävention, und dazu gehören unter anderem das Erkennen und Beachten von Schulregeln, respektvoller Umgang miteinander, Stärkung des Selbstwertgefühls, Umgang mit neuen Mitschülern sowie physische und psychische Gewalt. In dem neunzigminütigen Puppenspiel-Programm wurden auch der Polizeinotruf sowie das Thema Vertrauensperson behandelt. „Stuart und Maya verkörpern zwei Kinder, die dem Alter der Schüler entsprechen. Die beiden haben Probleme in der Schule, sie werden beispielsweise geärgert, Wut und Erpressung gehören auch dazu“, so Mario Weber zum Inhalt des lehrreichen Spiels. „Die Kinder identifizieren sich mit den Puppen. Sie sind als Medium sehr hilfreich und wirken nachhaltig weiter“, beschreibt der Polizist die erzieherische Wirkung von Stuart und Maya. Aber auch die beiden Polizisten bleiben nicht ohne Wirkung auf die Schüler. „Durch uns erleben die Kinder die Polizei ganz nah und erfahren auch viel über unsere Polizeiarbeit.“ Die Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Hannover informiert bereits seit 1989 – kostenfrei und zeitgemäß – Vor- und Grundschulkinder zu den Themenschwerpunkten Verkehrserziehung, Gewaltprävention und Mediensicherheit. Für die spielerische Vermittlung der Lerninhalte hat sich die Methode „Pädagogisches Puppenspiel" bewährt und ist fester Bestandteil jeder Veranstaltung. Für alle Betreuungs- und Bildungseinrichtungen in der Region Hannover werden folgende Themenbereiche angeboten: „Fit im Straßenverkehr" für Vorschulkinder ab fünf Jahren, „Selbstbewusst auf kleinen Füßen" – ein Sonderprogramm, in Zusammenarbeit mit den örtlich zuständigen Kontaktbeamtinnen und Kontaktbeamten, für Vorschulkinder ab fünf Jahren, „Mut tut gut!" – ein Stück über Zivilcourage als Ferienprogramm für alle Hortkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, „Respektvolles Miteinander!" – Gewaltprävention für die 2. und 3. Klassen der Grund- und Förderschulklassen, „Sicher im Netz!" – Risiken im Internet erkennen, ein Präventionsangebot für Grund- und Förderschulklassen zum Thema Mediensicherheit sowie „NEU in Deutschland?! MUT TUT GUT!" –
ein Sonderprogramm für Kinder, auch mit wenig Deutschkenntnissen, im Alter von sechs bis zehn Jahren. An der Grundschule Resse kamen am Freitag auch die Schüler der Klasse 4A in den Genuss der Puppenvorführung „Sicher im Netz!“. Am Montag setzte sich die 3. Klasse schwerpunktmäßig mit den Begriffen Wut und Erpressung auseinander, begleitet von beiden Handpuppen, und für die 4B stand das Thema Mediensicherheit auf dem Spielplan der Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Hannover. „Wir waren bereits vor vier Jahren hier an der Grundschule Resse“, erinnerte sich Polizistin Sandra Scholz. Damals wie heute war das Spiel mit den Handpuppen von großem Erfolg gekrönt. Die Grundschüler machten alle begeistert mit. Um den passenden Spielort für Stuart und Maya in einem Klassenraum herzurichten, fassten Hausmeister Fred Ahrens und Schulleiter Werner Behrens kurzfristig mit an.