Vorschläge für weibliche Straßennamen

Wedemark. Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde wirbt für mehr weibliche Straßennamen in der Wedemark und bittet die Wedemärker um Vorschläge unter www.wedemark.de/strassennamen. Lasst uns mehr Straßen nach verdienten Frauen benennen. Da ist noch deutlich Luft nach oben!“, wirbt die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, Silke Steffen-Beck: „Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus und engagieren sich vielfältig und haben dies auch in der Vergangenheit schon getan. Mehr Straßennamen nach verdienten Frauen zu benennen ist daher schlicht eine Sache der Gerechtigkeit und der gesellschaftlichen Anerkennung! Dafür werbe ich um die Vorschläge der Wedemärkerinnen und Wedemärker, die Ihre Gemeinde selbst am besten kennen. Unter www.wedemark.de/strassennamen können Vorschläge abgegeben werden.“
In der ganzen Wedemark sind bisher nur 42 Straßen nach Personen benannt, davon sind drei Frauen, was weniger als zehn Prozent darstellt. Wenn eine neue Straße gebaut wird und einen Namen braucht, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Flüsse, Pflanzen, Städte, Landstriche, Gebäude oder geografische Besonderheiten können als Namensgeber fungieren. Und das sind nur einige der Möglichkeiten in Deutschland. Eine der häufigsten Varianten: Straßen tragen den Namen einer wichtigen Persönlichkeit. Das gilt als besondere Ehre, die normalerweise erst posthum verliehen wird, wie vor einiger Zeit beim Altbürgermeister der Gemeinde Wedemark Wilfried Willers. Dennoch ist diese Variante in der Wedemark noch eher selten und wenn, dann werden die Straßen meist nach Männern benannt. In der Gemeinde Wedemark wird die Benennung neuer Straßen in den Ortsräten diskutiert und entschieden. Die Gleichstellungsbeauftragte bietet Ihre Expertise daher zukünftig allen Ortsräten an, um mittelfristig eine paritätische Benennung der Straßen nach verdienten Wedemärkerinnen und Wedemärkern zu erreichen.
„Ich erlebe diese Gemeinde immer als sehr engagiert und vielfältig, so viele Frauen und Männer setzen sich für andere ein und haben dies in der Vergangenheit getan. Um sie und ihr Engagement angemessen zu würdigen, ist die Benennung von Straßen eine ehrenvolle Möglichkeit. Und wer weiß besser, als die Wedemärkerinnen und Wedemärker selbst, wer mit einem Straßennamen gewürdigt werden sollte? Daher fordere ich alle Bürgerinnen und Bürger auf: Nennen Sie die Namen verdienter Wedemärker Frauen!“
„In der Wedemark haben sich unzählige Frauen mit ihrem Engagement um unser Gemeinwesen verdient gemacht. Oftmals geschah dies im Stillen und nicht in der Öffentlichkeit. Dies schmälert die Leistungen der Frauen nicht im Geringsten. Bei der Vergabe von Straßennamen werden und wurden die hoch engagierten Frauen jedoch leider oftmals übersehen“, so Bürgermeister Helge Zychlinski: „Ich danke der Gleichstellungsbeauftragten, dass Sie für dieses Thema sensibilisiert und bitte die Ortsräte, die Lebensleistung verdienter Wedemärkerinnen im gleichen Maße zu würdigen wie dasjenige honoriger Männer.“
Die Gleichstellungsbeauftragte freut sich, bei der Idee auf die historische Expertise des Richard-Brandt-Heimatmuseums zählen zu können, mit dem eine Kooperation verabredet wurde. Das Museumsteam unterstützt zum einen bei der Prüfung der Vorschläge, die eingereicht werden, und erarbeitet zum anderen aber auch eigene Vorschläge. Die Ortsräte der Wedemark, bei denen die Zuständigkeit für die Benennung neuer Straßen liegt, wurden vorab in der Sache von Frau Steffen-Beck angeschrieben. „Die Kommunale Selbstverwaltung ist in Deutschland ein hohes Gut! Und das zurecht, sind die Mitglieder der Ortsräte doch die Expertinnen und Experten vor Ort, die ersten Ansprechpersonen für die Mitbürger und aus der Mitte dieser gewählt und oftmals tief verwurzelt in Ort und Region!“ erläutert die Gleichstellungsbeauftragte: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!“