„Vorsicht vor lichtscheuem Gesindel!“

Werner Behrmann aus Plumhof wird von den Polizeibeamten Stefan Giere und Mareike Limbach in Sachen Sicherheit beraten. Foto: V. Lubbe
Plumhof (vl). Nicht entleerte Briefkästen, offene Türen zum Werkzeugkeller und Maisfelder als Fluchtwege. Attraktiver geht es für das „lichtscheue Gesindel“ zur Zeit nicht. Die ahnungslosen Bürger fahren in den Urlaub und finden sich bei der Rückkehr überrascht in leeren Räumen wieder. Denn neben der dunklen Jahreszeit zu Weihnachten, ist die Sommerferienzeit für Diebstähle und Einbrüche am besten geeignet. Die neue Kontaktbeamtin Mareike Limbach und Stefan Giere vom Polizeikommissariat Mellendorf waren deswegen im Auftrag der Sicherheit in den Randsiedlungen der Wedemark unterwegs, um präventive Arbeit zu leisten und die Bürger auf die Einbruch-Hochsaison hinzuweisen. „Am einfachsten haben es die Täter bei Bewohnern, die sogar auf ihrem Anrufbeantworter sagen, dass sie zur Zeit verreist seien“, sagt Giere. Im Zeitalter des Internets werde auch vermehrt auf Facebook von Jugendlichen auf das unbeaufsichtigte Heim hingewiesen. Generell heißt es, immer die Augen offen zu halten und auf vermehrte Klingelattacken per Telefon einzugehen. „Meistens wollen die Diebe damit testen, ob jemand zu Hause ist“, so Giere. Eine Gegensprechanlage sei in dieser Hinsicht nützlich. Aber nicht nur in den Siedlungen finden sich die zwielichtigen Gestalten wieder. Flughäfen sind Dreh-und Angelpunkt für kriminelle Machenschaften. In vielen Fällen füllen Reisende ihre komplette Adresse in das Schild auf ihrem Koffer ein. Kurz gesagt: Die Diebe haben leichtes Spiel. Sicherer kann man nicht sein, dass die Person gerade verreist ist. Auch seien die Adressschilder sehr leicht vom Koffer zu entfernen. „Es reicht, wenn die Handynummer eingefügt wird“, stellt Limbach richtig. Auf ihrer Streife durch die Wedemark konnten Limbach und Giere einige Paradebeispiele für unbedachtes Handeln erkennen. „Sobald die Tageszeitung von voriger Woche im Briefkasten liegt, wissen die Täter um das leerstehende Haus Bescheid“ , beschreibt Giere die Situation. An anderer Stelle konnten die Beamten einfach in den Werkzeugschuppen der Bewohner eintreten, da dieser nicht richtig gesichert war. Gieres zynischer Kommentar: „Warum sollten sich die Einbrecher Werkzeug mitbringen, wenn doch alles bereit liegt?“ Die Täter heißen aber nicht einfach so „lichtscheues Gesindel“. Eine einfache Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder verunsichert schon einen Großteil der Einbrecher. Und wenn keine Beleuchtung vorliegt, tut es auch ein Hund. In nächster Zeit betonen die Polizisten Limbach und Giere aber: „Aufeinander achten und Augen auf in der Nachbarschaft!“