Wählergemeinschaften positioniert

WGW und WWR bieten gemeinsame Diskussion an – WPW fühlt sich befreit

Wedemark (awi). Während SPD und CDU im Rat der Wedemark noch an der Wiederauflage der Großen Koalition stricken, haben sich die anderen Parteien und Wählergemeinschaften inzwischen in der Opposition positionert. Letzte Woche machten bereits die Grünen ihrer Enttäuschung Luft, nicht an der „Regierungsbildung“ beteiligt zu sein. Jetzt beziehen die Wählergemeinschaften Stellung. Die Wählergemeinschaft Wedemark (WGW) und die Wählergemeinschaft Wedemark Resse (WWR) haben sich entschieden, im Gemeinderat mit den Grünen und der Tierschutzpartei die Gruppe „Grün & Drei“ zu bilden. „Damit werden wir ab sofort aktiv an den verantwortungsvollen Entscheidungen des Rates mitwirken“, kündigte Patrick Cordes (WGW) an. Mit Unverständnis quittiert er die öffentlich zitierte Aussage einer SPD-Vertreterin, die Wählergemeinschaften würden oft nur die Interessen der einzelnen Orte vertreten.
Die Wählergemeinschaften zögen ihre Kraft und die guten Ideen für ihr verantwortungsvolles Handeln für die gesamte Wedemark gerade aus den Aktivitäten ihrer Heimatorte, betont Cordes. Brelinger Bürger hätten mit der „Brelinger Mitte“ das erste eigenfinanzierte Mehrgenerationenhaus der Wedemark geschaffen, Resse habe den „Verein Bürger für Resse“, das Moorinformationszentrum, und „Resser finden ihren Hausarzt“. Brelingen habe den Regionswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. All diese Erkenntnisse und Erfahrungen trügen die Wählergemeinschaften in die Gemeinderatspolitik, so Cordes und betont: „Alle Entscheidungen im Gemeinderat werden von uns immer mit Blick aufs Ganze getroffen. Und das Ganze ist immer nur die Summe vieler Einzelteile!“
Die Wählergemeinschaft Pro Wedemark, die im Rat durch Christoph Chilla vertreten ist, sei nach der Wahl nicht abgeneigt gewesen eine Gruppe zu bilden, teilt Sprecherin Maggie Garland mit. Erste Gespräche dazu hätten mit den Grünen, der WWR, der Tierschutzpartei und der WGW stattgefunden. Da es sich jedoch anders ergeben habe, sehe sich die WPW jetzt in der glücklichen Position, ohne Rücksicht auf Fraktions und Gruppenzwänge ihre Standpunkte überparteilich vertreten zu können und die Bürger zu informieren. So befreit werde die WPW ihre Meinung zu den Themen im Gemeinderat und im Ortsrat Elze/Meitze mit dem höchstmöglichen Maß an Transparenz vertreten. Auch wenn die WPW in den Ausschüssen nicht stimmberechtigt sei, habesie von den Bürgern ein Mandat bekommen.
Die WPW sei der Überzeugung, dass mit kreativen Vorschlägen und Anträgen in dieser Ratsperiode viel zu erreichen sei und lade alle Fraktionen ein, die drängenden Themen zum Wohl der Wedemärker Bürger mit ihr gemeinsam zu diskutieren und zu guten Lösungen zu führen.