Wappen soll gemeinsam ausgearbeitet werden

Bissendorf-Wietzes Ortsbürgermeister Daniel Leide (links) übergibt Pastor Thomas Hirschberg einen Umschlag mit Ortsratsmitteln in Höhe von 300 Euro. Foto: S. Birkner

Ortsratssitzung in Bissendorf-Wietze offenbart erneut Kontroversen

Bissendorf-Wietze (sb). Eine öffentliche Sitzung des Ortsrats von Bissendorf-Wietze haben vorgestern rund 20 Dorfbewohner dazu genutzt, Fragen zu aktuellen politischen Entwicklungen zu stellen und auf Probleme aufmerksam zu machen. Ein viel diskutiertes Thema war dabei die Verkehrsberuhigung in der Straße Wietze-Aue: Die meisten Autofahrer würden sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern halten und seien deutlich schneller unterwegs. Sporadische Geschwindigkeitskontrollen seitens der Gemeinde reichten nicht aus, um diesem Problem Abhilfe zu schaffen, monierten die Anwohner. Der Vorschlag seitens einiger Bürger, Blumenkübel zur Beruhigung des Verkehrs aufzustellen, stieß auf geteilte Meinungen. Zwar könnte eine solche Maßnahme durchaus zum langsameren Fahren führen, bedeutete gleichzeitig aber ein noch höheres Lärmaufkommen als ohnehin schon. Die Debatte wurde ohne Lösung des Problems beendet, während der Ortsrat versprach, sich der Sache anzunehmen und auf der nächsten Sitzung Lösungsvorschläge anzubieten.
Was den Neubau der Montessori-Schule anbetrifft, so verzögert sich der Auszug eines Mieters um einige Wochen. Während der erste Einwohner bereits ausgezogen ist, wird der zweite Mieter die Räumlichkeit voraussichtlich Mitte Mai verlassen können. Wie Ortsbürgermeister Daniel Leide sagte, ist ein Straßenausbau Am Witzestrand wahrscheinlich. Ein Zehntel der Ausbaukosten wird die Gemeinde übernehmen, die restlichen 90 Prozent des Ausbaus werden die Anwohner finanzieren müssen. Die Schule wird die Kosten anteilig der Größe ihres Außengeländes mittragen, sagte Leide. Dass es in Bissendorf-Wietze wesentlich sanierungsbedürftigere Straßen gibt als den Wietzestrand, stieß auf den Unmut einiger Bewohner. Die Ausarbeitung eines Ortswappens für Bissendorf-Wietze soll im Zusammenspiel von Politik und Bürgern erfolgen. Wie auf Antrag der CDU diskutiert wurde, sollen auch Künstler und Geschichtsinteressierte an der Planung und Gestaltung mitwirken dürfen. Darüber hinaus kann auch die Gemeindeverwaltung Ideen einbringen. Die endgültige Auswahl des Wappens soll durch eine gemeinsam besetzte Komission erfolgen.