Warmer Regen für die Hannoversche Moorgeest

Der Niedersächsische Umweltminister Dr. Stefan Birkner hat das EU-Projekt LIFE+ in Resse vorgestellt. Foto: B. Stache

Moorschutzprojekt zur Renaturierung vorgestellt

Resse (st). Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hatte am Freitagvormittag zur Auftaktveranstaltung für die Renaturierung der Hannoverschen Moorgeest nach Resse in den Heidegasthof Löns eingeladen. Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner ließ es sich nicht nehmen, vor 120 Zuhörern die Partner und das Management des EU-Life-Projektes vorzustellen, mit dem die Hannoversche Moorgeest in den kommenden 11 Jahren bis August 2023 revitalisiert werden soll. Die Europäische Union fördert die Wiedervernässung der Hochmoore Helstorfer, Otternhagener, Schwarzes und Bissendorfer Moor mit 8,5 Millionen Euro (wie mehrfach berichtet). Der Minister unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Moore für Niedersachsen und erinnerte an die besondere Verantwortung, die das Land für den Hochmoorschutz trage. Er dankte allen, die das Projekt mitgetragen haben, aber auch den Bürgern für ihre kritische Begleitung. Professor Dr. Axel Priebs, Erster Regionsrat und Umweltdezernent Region Hannover, zeigte in seinen Grußworten die geschichtliche Entwicklung des EU-Life-Projektes auf, das nur mit den Menschen und den Kommunen zum Erfolg geführt werden könne. Bürgermeister Tjark Bartels sprach anschließend im Auftrag der Gemeinden im Projektgebiet. Er nutzte die Gelegenheit, auf die Bedeutung des Moorinformationszentrums MOORiZ in Resse hinzuweisen: „Das MOORiZ ist ein voller Erfolg geworden.“ Die Frage „Warum Moorschutz mit dem EU-Projekt LIFE+?“ erläuterte im Detail Dr. Heike Bockmann, Geschäftsbereichsleiterin Direktion Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). „Das ist heute für Niedersachsen ein Tag mit Goldrand“, hieß es in der Präsentation, in die auch Susanne Brosch, Projektmanagerin NLWKN, eingebunden war. Der Landesbetrieb plant und führt die Baumaßnahmen in Verbindung mit dem Wiedervernässungsprojekt durch. Es wurden die Ziele vorgestellt und erklärt, wie diese erreicht werden sollen, aber auch die Projektpartner und ihre jeweiligen Aufgaben genannt und die Frage aufgeworfen: „Wie geht es weiter?“ Die Leiterin Fachbereich Umwelt Region Hannover, Sonja Papenfuß, erklärte: „Wir machen die Projekte möglich und sorgen für die notwendigen Genehmigungen.“ Sie erwähnte, dass schon vor der Vernässung der Moore außerhalb dieser Renaturierungszone mit Arbeiten begonnen werde, unter anderem mit dem Ausbau von Wegen. Die Flurbereinigung war in der sich anschließenden Diskussionsrunde mit den Bürgerinnen und Bürgern beherrschendes Thema. Aber auch Fragen zur Finanzierung des Projektes, die Regelung der Jagdausübung im Otternhagener Moor sowie die Entwässerungsproblematik kamen zur Sprache. Alle Vortragenden hatten zuvor bei dieser informativen Veranstaltung darauf hingewiesen, dass ihnen die Einbindung der Bevölkerung ganz besonders wichtig sei: „Bitte bringen Sie sich ein."