Warum in die Ferne schweifen?

Die Schüler des 13. Jahrgangs erkundeten Berlin.

Anstelle von Prag, Amsterdam und London erkundet der Jahrgang 13 Heimat

Mellendorf. Eigentlich standen für den 13. Jahrgang des Gymnasiums Ende September die Studienfahrten an. Es sollte nach Prag, Amsterdam oder London gehen. Doch dann kam Corona, alle Kursfahrten mussten abgesagt werden und die Schüler ließen die Köpfe hängen.
Damit sie dennoch neue Erfahrungen sammeln und Schule einmal anders erleben konnten, organisierte das Gymnasium eine Projektwoche für den 13. Jahrgang, die von den Seminarfachkursen unterschiedlich gestaltet wurde. Das Seminarfach von Anja Dyk unternahm Tagesausflüge nach Hamburg und Berlin, führte ein Argumentationstraining gegen rechte Stammtischparolen durch, probierte die Sportart Bubble Soccer aus und widmete sich der Säuberung der Umwelt. Stolz präsentierten die Schüler zehn Säcke Müll, die rund um das Schulgelände in weniger als zwei Stunden gesammelt wurden. Das Seminarfach von Gerrit Dworok besuchte einen Workshop im Haus der Wannsee-Konferenz und kochte am Ende der Woche Israelisch. Die Schüler von Sabine Kraft drehten eine Woche lang einen Film. „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah…“ Auch wenn Goethes Worte ein bisschen wie ein Trostpflaster klingen, hatten die Schüler eine schöne Woche in der Heimat. Positiver Nebeneffekt: Kein Schüler und keine Lehrkraft infizierten sich in dieser Woche, sodass alle unbeschwert die Herbstferien genießen konnten.