WedeBiene begrüßt 100. Mitglied

Der Vorstand und zwei Vertreter des ehrenamtlichern Fahrerteams begrüßten am Montag in Negenborn mit Käte Engelke (mit Blumen) das 100. Mitglied des Vereins Bürgerbus WedeBiene, der seit April diesen Jahres am Start ist: Fahrer Manfred Hentrich (von links), Kassenwartin Birgit Eicke-Wedegärtner, Käte Engelke, Vorsitzender Sven Ernst, Schriftführerin Angela Klingrad, Fahrer Winfried Ritter und zweiter Vorsitzender Horst Eicke. Foto: A. Wiese

Bürgerbus hat in der Wedemark wie eine Bombe eingeschlagen

Wedemark (awi). Seit etwas mehr als vier Monaten summt sie über die Straßen der Wedemark: die WedeBiene, der Bürgerbus, der nach einem bestimmten Schlüssel definierte „Bedürftige“, die in den Verein eintreten und den Jahresbeitrag von 48 Euro entrichten, von montags bis freitags im Zeitraum von 8 bis 17 Uhr innerhalb der Wedemark von A nach B und wieder nach Hause bringt. Am Montag begrüßte Vorsitzender Sven Ernst die 78-jährige Käte Engelke aus Negenborn als 100. Mitglied mit einem vom Gartencenter Klipphahn gesponserten Blumenstrauß.
Für Ernst und seine Vorstandskollegen Horst Eicke (zweiter Vorsitzender), Schriftführerin Angela Klingrad und Kassenwartin Birgit Eicke-Wedegärtner war das eine gute Gelegenheit zu einem Zwischenbericht mit „Daumen hoch“. Die WedeBiene hat in der Wedemark wie eine Bombe eingeschlagen. Knapp 6.000 Kilometer hat der schwarz-gelbe bienenmäßig gestylte Ford bereits für die gute Sache zurückgelegt. Sven Ernst spricht von rund zehn Fahrten täglich. Rund 20 ehrenamtliche Fahrer sind im Einsatz. Einer von ihnen ist Manfred Hentrich. Drei Tage im Monat sitzt er am Steuer der WedeBiene. „Ich bin Rentner, habe Zeit und möchte gern etwas zurückgeben. Früher als meine Frau noch lebte, hat sie über das DRK einen ähnlichen Dienst genutzt. Es macht außerdem ganz viel Spaß. Man bekommt von den Fahrgästen so viel zurück!“ Das bestätigt auch Winfried Ritter. Er gehört ebenfalls zum ehrenamtlichen Fahrerteam. Jeden Donnerstag sitzt er am Steuer, bringt die Vereinsmitglieder zum Arzt oder zum Einkaufen oder wo immer sie hinmöchten und fährt sie anschließend wieder bis vor die Haustür. Wenn zwischendurch mal Leerlauf ist, geht er ein Eis essen oder wenn die Spanne zu groß ist, fährt er auch nach Hause. Aber das kommt selten vor. Für die Hinfahrt müssen die Vereinsmitglieder die WedeBiene mindestens drei Tage vorher über die Servicenummer (01 75)
4 74 76 94 vorbestellen. Die Fahrer bekommen dann vorbereitete Abholrouten. Manchmal sammeln sie auf einer Tour über die Dörfer diverse Fahrgäste ein. Diese können dann für die Rückfahrt mit dem Fahrer eine feste Zeit vereinbaren, wenn diese absehbar ist, oder – beispielsweise nach einem Arztbesuch – den Fahrer über eine Hotline informieren, wann sie abholbereit sind.
Käte Engelke, das 100. Mitglied des Vereins, ist zum 1. August offiziell eingetreten und hat den Service bereits in Anspruch genommen. Sie will den Bürgerbus hauptsächlich nutzen, um von zuhause in Negenborn nach Bissendorf ins Seniorenheim Stadtgarten am Tattenhagen zu fahren, wo ihr Mann zur Kurzzeitpflege ist. Mit dem öffentlichen Personennahverkehr wäre die 78-jährige gehbehinderte alte Dame, die seit einem Jahr nicht mehr selber Auto fährt, zu unflexibel. Von der WedeBiene ist sie begeistert, von dem komfortablen Bus ebenso wie von den netten Fahrern, die ihr mit ihrem Rollator beim Einsteigen behilflich sind. Übrigens bekommt die WedeBiene demnächst noch einen elektrisch absenkbaren Tritt, der mobilitätseingeschränkten Personen das Einsteigen erleichtert, berichtet Vorsitzender Sven Ernst.
Schriftführerin Angela Klingrad ergänzt, dass zwar viele Senioren den Service des Bürgerbusses nutzen, aber nicht ausschließlich. Zu den Vereinsmitgliedern und regelmäßigen Fahrgästen gehören auch drei Kinder, die zu verschiedenen Therapieangeboten gefahren werden. Weitere Informationen über den Bürgerbus WedeBiene, wie man Mitglied wird und vieles mehr finden Interessierte im Internet unter www.buergerbus-wedebiene.de. Übrigens: Auch ehrenamtliche Fahrer sind noch gern gesehen.