Wedemärker FDP will Geburtsstation halten

Sind sich absolut einig darin, dass die Geburtsstation im Krankenhaus Burgwedel 2015 nicht geschlossen werden darf: Die Wedemärker FDP-Vorsitzende Andrea Giese und FDP-Regionsfraktionschef Bernd Klockow. Foto: A. Wiese

FDP-Regionsfraktionschef und Andrea Giese für den Prüfauftrag

Wedemark (awi). Spätestens seit der Ratsresolution ist klar, dass auch die Wedemärker FDP einer wohnortnahen Krankenhausversorgung absolute Priorität einräumt. Und so sieht es auch die FDP-Regionsfraktion, bekräftigten FDP-Regionsfraktionschef Bernhard Klockow und die Wedemärker Parteivorsitzende der Liberalen, Andea Giese, gegenüber der lokalen Presse. Primär im Vordergrund stehen dabei kurze Wege für die Wedemärker: bei Notfällen sowieso, aber auch für geplante Geburten. Das Krankenhaus Neustadt sei für die Wedemärker verkehrstechnisch jedenfalls nicht gut zu erreichen. "Da ist ja das Moor dazwischen", bewies Klockow Ortskenntnis. Vorsichtig formulierte er, dass für ihn ein Standort in angemessener Entfernung wichtig sei und vermied es sich auf Großburgwedel festzulegen. Würden im Nordosten alle Standorte geschlossen und die Wedemärker an das Nordstadtkrankenhaus verwiesen, sei "die Versorgung nicht mehr optimal gewährleistet", so Klockow. Falsch sei gewesen, dass im Umland unter der Ägide der Gewerkschaft Verdi Standortpflege betrieben worden sei. Nach dem Gießkannenprinzip überall ein bisschen zu investieren, habe sich als grundfalsch erwiesen. Und auch der Marktanteil der Geburtsklinik sei auf drei Prozent gesunken. Wer planen könne, suche sich eine Klinik aus, die auf seine Probleme spezialisiert sei. Beim Regionsklinikum seien Bilanzen geschönt, Strukurprobleme kaschiert worden. "Daher Hut ab vor Regionspräsident Hauke Jagau, dass er den Mut hat, das durchzuziehen", so Klockow. Die FDP stehe auf jeden Fall voll hinter dem Prüfauftrag und wolle auch wissen, wie ein neues Krankenhaus aussehen könnte. Und wenn es keinen Neubau gebe, müsse der Standort Großburgwedel auf jeden Fall erhalten bleiben. Das unterstrich auch Andrea Giese für die Wedemärker FDP. Der Großburgwedeler Standort werde klar bevorzugt, aber es müssten unbedingt neue Strukturen geschaffen werden.