Wedemärker Geschichtsbücher

Franz Rainer Ernste, von rechts, Britta Martens, Bürgermeister Helge Zychlinski und Marin Stöber überreichen den Realschülern den Klassensatz "Leben in einem norddeutschen Dorf". Foto: E. Rodenbostel

Realschüler erhalten Klassensatz ortsbezogener Geschichte

Mellendorf (er). Beim Überreichen der Wedemärker Bücher „Leben in einem norddeutschen Dorf, Elze-Wedemark zwischen 1930 und 1950 von Otto Hemme, Max Steinborn und Heinrich Frank, für eine Realschulklasse erläuterte Bürgermeister Helge Zychlinski kurz die Idee, aus der der Geschichtsband aus der Wedemark entstanden ist. „Geschichte fand nicht nur in den großen Städten statt. Bis in das kleinste Dorf konnte das Regime aus Berlin in der nationalsozialistischen Zeit sogar auf die Lehrer und Schüler auf dem Land in der Wedemark Einfluss nehmen. Lehrer hatten Sorge zu tragen, dass Schüler aus Elze zum Beispiel, aber natürlich auch aus jedem anderen Ort der Wedemark, sich in Mellendorf zu Kundgebungen versammeln mussten.
Dieser Band der Geschichte aus den Jahren 1930 bis 1950 aus der Wedemark macht Geschichte konkreter. Er wird als Klassensatz ausgeliefert und dient dem Nachschlagen genauso, wie dem projektbezogenen Arbeiten. Es ist ein Beitrag offen zu sein, zu erkennen und verhindern, dass Nationalsozialisten wieder an die Macht kommen.“ Kurz vor dem Überreichen der Bände stellte Martin Stöber, Lehrer und Fachwissenschaftler seine projektunterstützende Mitarbeit vor. Des Weiteren war Franz Rainer Ernste, Jurist und Gesamtprojekt-Koordinator in der Klasse dabei, er sorgt für Öffentlichkeitsarbeit und die konfliktfreie Zusammenarbeit mit Museen.
Einen wichtigen Beitrag leisten natürlich die Lehrer, in diesem Fall Studienrat Gerrit Dworok, Britta Martens und Rektor Jens Szabo. Sie freuen sich, mit den bereitgestellten Büchern den Unterricht interessant und Ortsnah gestalten zu können. Im Kurs „Schule ohne Rassismus“ werden die Bände gut eingesetzt werden können. Bürgermeister Helge Zychlinski: „Ich wünsche euch viel Arbeitet mit den Büchern und viele Erkenntnisse. Falls euch Gedankengut begegnet, das ausdrückt, dass nicht alles schlecht war, habt ihr besseres Wissen. So etwas darf nie wieder entstehen.“