Wedemärker Jäger retten Kitze

Die Kitze werden von ihren Müttern im hohen Gras abgelegt, wo sie sich bei Gefahr abducken.

Dominik Cattau ließ seine Drohne im Otternhagener Revier starten

Wedemark. Fünf Jäger aus Otternhagen und der Wedemark trafen sich am Mittwochmorgen um 4 Uhr im Revier Otternhagen ll. Mit den örtlichen Bauern wurde der aktuelle Weideschnitttermin abgesprochen. Dominik Cattau aus Resse, ebenfalls Jäger und erfahrener Drohnenpilot, unterstützte die heutige Aktion mit seinem Multikopter.
Es standen fünf Weideflächen mit einer Gesamtfläche von etwa 30 Hektar in der Nähe des Otterhagener Moores zur Mahd an. Aufgrund des starken Rehwildbestandes war zu befürchten, dass gerade geborene Rehkitze den scharfen Messern der Mähmaschinen zum Opfer fallen. Die mit Wärmebildkamera ausgestattete Drohne konnte die Neugeborenen in dem teilweise sehr hohen und dichten Gras ausfindig machen. Dann führte der Drohnenpilot die Helfer mit Funkgeräten zu den Fundstellen. In vier Stunden wurden drei Kitze von den Jägern aus den Gefahrenbereichen getragen.  Die bisherigen Versuche, die Kitztötung durch Aufstellen von Flatterfähnchen in den Weideflächen zu minimieren, hatten nur mäßigen Erfolg. Es kam immer wieder zu sehr grausamen Bildern. Ganz andere Bilder entstanden am Mittwoch und die Jäger freuten sich darüber, dass zumindest auf den aktuell überflogenen und mühsam abgelaufenen Flächen kein Kitz zu Schaden kam.