Wedemärker kamen zusammen

Mehr als 160 Wedemärker besuchten den Himmelfahrtsgottesdienst auf dem alten Friedhof an der Marktstraße in Brelingen. Foto: F. Bernstorf

Himmelfahrtsgottesdienst an einem besonderen Ort

Brelingen. An einem ungewöhnlichen und historischen Ort, auf dem alten Friedhof in Brelingen, haben die Wedemärker Kirchengemeinden am Himmelfahrtstag ihren ökumenischen Regionalgottesdienst gefeiert. Er wurde in diesem Jahr von der evangelischen Kirchengemeinde Brelingen ausgerichtet. Der Einladung folgten mehr als 160 Gottesdienstbesucher.
„Welchen passenderen Ort gibt es, um über das Leben zu reden, als auf dem Friedhof“, sagte Pastorin Debora Knoblauch, die den Gottesdienst gemeinsam mit Andreas Weiner von der katholischen Kirchengemeinde Wedemark-Schwarmstedt gestaltete. Musikalisch begleitet wurde der Himmelfahrtsgottesdienst vom Posaunenchor der Kirchengemeinde Brelingen. Der alte Friedhof, der 1849 von der Kirchengemeinde angelegt wurde, biete die Gelegenheit, den Gottesdienst im Freien, aber dennoch mitten im Dorf zu feiern, sagte die Pastorin unter einem strahlend blauen Himmel. Das Wetter zeigte sich besser, als in den Vorhersagen angekündigt.
Die Pastorin dankte zahlreichen Helfern für die Vorbereitungen des Gottesdienstes und besonders Friedrich Bernstorf, der sich seit mehreren Jahren ehrenamtlich um die Pflege des unter Denkmalschutz stehenden Friedhofes kümmert. Mit Unterstützung seiner gesamten Familie hatte er den Friedhof für diesen Himmelfahrtsgottesdienst besonders herausgeputzt. Bei den Pflegearbeiten am Tag zuvor zeigte sich ein Brelinger von dem Arbeitseinsatz besonders beeindruckt und ließ eine Geldspende für die weitere Friedhofspflege zurück. Etwa 50 Personen nutzten nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, in einer Führung, die Friedrich Bernstorf anbot, mehr über die Brelinger Friedhöfe und die Kirchengeschichte zu erfahren. Bernstorf machte deutlich, dass der Friedhof eines Tages auch außerhalb von Führungen und besonderen Veranstaltungen wieder für interessierte Besucher geöffnet werden soll. Dafür seien aber Investitionen von mehreren Tausend Euro erforderlich, allein um die Grabsteine standsicher zu gestalten. Außerhalb des Friedhofes wurden nach dem Gottesdienst für alle Besucher Getränke und eine Suppe angeboten.