Wedemärker Konzertreihe geht weiter

Gemeindesprecher Ewald Nagel und die Kulturbeauftragte Angela von Mirbach kündigen die Fortsetzung der Konzertreihe an: Tanquoray ist am 11. Februar an der Reihe. Foto: A. Wiese

Konzerttickets zur Blauen Stunde 2022: Tanquoray-Auftritt ist geplant

Wedemark (awi). Trotz Corona: Im neuen Jahr geht die Konzertreihe zur Blauen Stunde mit einer stimmungsvollen Bands im Bürgerhaus Bissendorf weiter. Am 11. Februar treten Tanquoray mit Soul auf. Damit erwartet die Wedemark eine Band, die mit ihren ganz eigenen musikalischen Interpretationen die Konzertreihe zur Blauen Stunde im Bürgerhaus in Bissendorf bereichern werden.Das ursprünglich für den 15.Januar geplante Konzert mit der Jazzsängerin Ayca Mirac und ihrem Quartett musste in den Sommer verschoben werden. Aber am 11.Februar geht es weiter mit Tanquoray. Die drei Musiker spielen seit 1989 in verschiedens-ten Bands zusammen und harmonieren auf der Bühne blind miteinander. Begleitet von Piano und Schlagzeug treffen hier zwei Stimmen mit jeweils außergewöhnlichemAusdruck und imposantem Tonumfang aufeinander. Egal ob Tanquoray speziell ausgewähltes Songmaterial interpretiert oder Eigenes präsentiert, es wird auf höchstem Niveau, mit Leib und Seele Soul performed, beschreiben es die Kulturbeauftragte Angela von Mirbach und Gemeindesprecher Ewald Nagel begeistert. Nach aktuell geltenden Zugangsbestimmungen wird das Konzert unter 2-G-Regeln stattfinden. Es beginnt um 20.06 Uhr imBürgerhaus und kostet imVorverkauf 22 Euro. Karten gibt es über ADticket.de.
Von Mirbach und Nagel ist es wichtig, klar zu machen: „Das letzte, woran man gerade denkt, ist Kultur. Es läuft aber weiter trotz Krisenstäben und Corona!“ Auch 2021 habe es mehr kulturelle Events gegeben, als man denke, und so solle es auch 2022 passieren.Für die Auswahl der Musiker für die beliebten Konzerte Zur blauen Stunde hat die Gemeinde Bernd Schwope gewinnen können. Er ist Musikjournalist und Wedemärker, hat einen guten Ruf in der Musikszene und ist zudem ein bekannter Venylsammler. Er wird diesmal die fünf Konzerte bis 2023 bestücken, also die Gäste auswählen, die in der Wedemark auftreten. Wie es im Kultur-Dialog formulliert ist: Bernd Schwope ist sozusagen Musik. Als langjähriger Musikjournalist, Konzertveranstalter und leidenschaftlicher Plattensammler kennt er nicht nur unendlich viel Musik, sondern auch zahlreiche internationale oder in Deutschland lebende Musiker persönlich. Allzuviel wird noch nicht verraten, aber wichtig war ihm, dass für die fünf anspruchsvollen Konzerte zur Blauen Stunde die Musiker nicht nur, aber auch aus der Region Hannover kommen.
Natürlich stehen alle Planungen und Ankündigungen unter dem Vorbehalt, dass die aktuelle Pandemiesituation die Veranstaltungen zulässt. Aber auch im vergangenen Jahr haben bis auf zwei alle Events stattgefunden, betont Angela von Mirbach. Und auch die Theatertage konnten inklusive Probebühne realisiert werden, wenn auch teilweise anders, als ursprünglich geplant. So wurde die 2020 kurzfristig abgesagte Probebühne-Premiere nachgeholt und in drei Grundschulen auf die Bühne gebracht. Geplant sind in diesem Jahr Konzerte, Kino in ganz neuem Format und ganz viel unter freiem Himmel. Angela von Mirbach ist ein ganz großer Fan von Kultur unterm Schauer in Brelingen. Dieser Eventstandort auf dem Hof Meinheit seieeine der Perlen, die unter Regie des Kulturverens Brelinger Mitte in der Corona-Zeit entstanden sei. „Heike Meinheits Herz schlägt für Kultur. Sie genießt es, dass sich auf ihrer Hofstelle Dinge ereignen und ist, so oft sie kann, selbst dabei“, berichtet von Mirbach. Ihr persönliches Credo des ersten Lockdowns sei gewesen: „Wir veranstalten, was geht und passen uns an die Rahmenbedingungen an. Die Gemeinde als Kulturförderer erhält den Arbeitsplatz Bühne!“ 
Angela von Mirbach und ihr Team haben sich das kurzfristige Planen angewöhnt. Das Kulturprogrammheft ist durch das den Flyer Kulturdialog abgelöstworden, der alle drei Monate erscheint, ausliegt und von der Website heruntergeladen werden kann. Die Texte dafür schreibt Maria Eilers, mit der von Mirbach nach wie vor gerne kooperiert. Sie freut sich immer, wenn sie Mini-Aufträge an ansässige freischaffende Künstler vergeben kann. Bei den Veranstaltungen wird coronakonform bestuhlt. Natürlich sind es weniger Zuschauer als früher, doch wer kommt, ist begeistert, berichtet von Mirbach. Ihr Kultur-Etat ist nicht geschrumpft.Für 2022 hat sie den Ansatz im Haushalt auf 107.000 Euro erhöht, hofft auf Unterstützung aus der Politik. Denn die Gemeinde möchte mit den Theatertagen weitermachen, obwohl die Förderung dafür dieses Jahr ausläuft. 52 Prozent Förderung hatte es für die Theatertage von der Bundesanstaltung für Landwirtschaft und Wiederaufbau gegeben. Aber der Ticketverkauf ist natürlich zurückgegangen und das muss aufgefangen werden. Waren es in „normalen Zeiten“ 2.000 verkauft Tickets, reduzierte sich die Zahl unter Corona auf ein Drittel. Doch für das Renomee einer Kommune sei Kultur außerordentlich wichtig, betont von Mirbach und betont, dass sehr viele Besucher der Wedemärker Kulturveranstaltungen auch aus dem Umland kommen. Die Wedemark sei mit Langenhagen zusammen die einzige Kommune, die eine eigene Kulturbeauftragte am Start und damit die Kultur organisiert habe. Das schlage sich in der Resonanz durchaus nieder. Ob man sich die freiwillige Leistung Kultur in diesen Zeiten noch leisten könne, werde soeben auf Bundesebene heiß diskutiert, weiß von Mirbach. Es gebe mit Sachsen jedoch sogar ein Bundesland, das die Kultur als Pflichtaufgabe einstufte. Ginge es nach von Mirbach, werde der Kultur durchaus ein noch höherer Stellenwert auch auf kommunaler Ebene eingeräumt beziehungsweise könnte auch hier zur Pflichtaufgabe werden.
Wichtig ist der Kulturbeauftragten auf jeden Fall, dass die Bürger weiter eingebunden und die Stücke zwar mit Profis erarbeitet, aber mit Laienschauspielern besetzt werden. Es sei ein bedeutender Aspekt wie im Format Wir macht neu sich mit jungen Menschen einem Thema zu stellen, das für diese eine hohe Bedeutung habe.