Wedemärker Reisebüros ganz vorne mit dabei

Kai Floto, Melanie Monden, Sebastian Reyer (Inhaber des First-Reisebüros in Bissendorf), Wolfgang Grupe (Inhaber des TUI-Centers in Mellendorf), Thomai Börger und Sven Milewski vertraten am Mittwoch vor dem Landtag in Hannover die Interessen der Wedemärker Mitarbeiter der Reisebranche. Foto: Privat 

Die Reisebranche ging am Mittwoch bundesweit auf die Straße

Wedemark/Hannover. „WIR ZEIGEN GESICHT! Rettet die Reisebüros – rettet die Touristik!“ So lautete das Motto der bundesweiten Demonstration am Mittwoch für das Überleben der Reisebüros und der Touristikbranche in der Corona-Krise. „In Hannover war die größte genehmigte Demo und wir waren 210 Teilnehmer. 220 waren erlaubt", berichtet Melanie Monden vom Reisebüro in Bissendorf. Zusammen mit ihrem Chef, Inhaber Sebastian Reyer, ihren Kollegen aus Bissendorf und dem Inhaber des TUI-ReiseCenters in Melledorf, Wolfgang Grupe und seinem Team stand sie mit Plakaten, Koffern, Liegestühlen und anderen Accessoires der Touristik-Branche vor dem Landtag und forderte Gehör für die existenziellen Probleme der Reisebüros.
Bundesweit waren tausende Reiseverkäufer, Busunternehmer und kleine Veranstalter angetreten, um auf ihre wirtschaftliche Notlage aufmerksam zu machen und auch für sich staatliche Hilfe einzufordern. „2,9 Millionen Arbeitsplätze sind systemrelevant“, „Soforthilfe!“, „Reisebüros – die ersten in der Krise – die letzten aus der Krise“ oder „Touristik ist mehr als TUI und Lufthansa“ war auf den Spruchbändern zu lesen. Die Hauptforderung: Einen „Rettungsschirm für Reisebüros und möglichst schnelle Soforthilfe ohne Rückzahlung“.
„Ursprung der Aktion war in Dresden, wo ein Reisebüro-Inhaber zur Demonstration aufgerufen hatte, , über Facebook haben sich dann schnell viele Kollegen organisiert und Demos in diversen Städten angemeldet", berichten die Wedemärker. Hauptorganisator aus ihren Reihenwar Wolfgang Grupe mit zwei Kolleginnen. Die Wedemärker organisierten sich über Social Media ohne Unterstützung von Verbänden oder Reiseorganisatoren. "Das war und ist das Besondere, wir stehen zusammen", sagt Melanie Monden, Mitarbeiterin des Bissendorfer Reisebüros Reyer, nach diesem aufregenden Tag. Die Situation ist für die Branche nach wie vor nicht planbar. Bis Mitte Juni würden von den Veranstalter in den nächsten Tagen Reisen ins Ausland storniert. "Reisen innerhalb Deutschland sind noch offen. Da warten wir noch immer auf informationen der Bundesregierung", so Melanie Monden am Mittwochabend. Meistens seien Umbuchungen möglich, der Sommer 2021 sei schon mit vielen Zielen geöffnet. Das First-Reisebüro in Bissendorf ist über E-Mail und Telefon immer erreichbar, aber bis mindestens Anfang Mai auch noch weiterhin für den Kundenverkehr geschlossen. Ein Konzept für die Öffnung danach ist noch in Arbeit. Terminvergaben sind im Gespräch, aber alles in Hinblick auf die politischen Entscheidungen. "Es ist nicht einfach, aber wir geben nicht auf und glabuen auch dran, dass wir wieder unsere Kunden in den verdienten Urlaub schicken können. Mit kompetenter und leidenschaftlicher Beratung. Aktuell beweisen wir das auch im Corona-Krisenmodus, versuchen alle Fragen unserer Kunden zu klären und ihnen in allen Belangen zu helfen, unabhängig vom Namen des Büros. Da spreche ich für alle Kollegen aus allen Reisebüros. Wir geben alles, nur nicht auf", so Melanie Monden gegenüber dem ECHO im Namen aller Wedemärker Reisebranche-Kollegen.