Wedemark entwickelt sich positiv

Ulf-Birger Franz (von rechts), Helge Zychlinski, Ewald Nagel und Antonia Hingler beim Pressegespräch zum Thema Standortprofil 2018 der Gemeinde Wedemark. Foto: B. Stache

Bürgermeister Helge Zychlinski schließt eine Anhebung der Gewerbesteuer aus

Elze (st). Das Standortprofil 2018 der Gemeinde Wedemark war Thema beim Treffen von Bürgermeister Helge Zychlinski, Wirtschaftsförderin Antonia Hingler und Pressesprecher Ewald Nagel mit Regionsdezernent Ulf-Birger Franz, Leiter Dezernat für Wirtschaft, Verkehr und Bildung. „Wir als Region Hannover erheben regelmäßig Wirtschaftsdaten unserer Städte und Gemeinden“, erklärte der Dezernent beim Pressegespräch im Feuerwehrgerätehaus in Elze. „Die Wedemark hat sich extrem gut entwickelt“, lobte er mit Hinweis auf die aktuellen Zahlen. Die Bevölkerungszahl habe sich im Vergleich zur Region Hannover überdurchschnittlich erhöht. Während im Jahr 2000 zirka 27 000 Menschen in der Wedemark lebten, sind es gemäß aktuellem Standortprofil mittlerweile 30 000 (Stand 2017). „Das ist eine dynamische Bevölkerungsentwicklung“, so Ulf-Birger Franz. Die Zahl der Beschäftigten in der Wedemark sei in diesem Zeitraum von 5500 auf 7700 gestiegen – für den Wirtschaftsdezernenten bedeutet auch dies eine enorme Entwicklung. Der Wirtschaftsstandort Wedemark beherbergt viele mittelständige Unternehmen, aber auch weltweit agierende wie die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG. Das namhafte Unternehmen mit Sitz in Wennebostel sei auch in China sehr bekannt, berichtete der Dezernent. Das Besondere in der Wirtschaftsstruktur der Wedemark sei das verarbeitende Gewerbe. Während auf diesem Feld die Region Hannover unter dem Bundesdurchschnitt rangiere, liege die Wedemark darüber. „Industrie und verarbeitendes Gewerbe sind nach wie vor das Rückgrat der deutschen Industrie“, erklärte Ulf-Birger Franz. „Knapp 39 Prozent aller Beschäftigten arbeiten im verarbeitenden Gewerbe und im Bereich Verkehr und Lagerei (Logistik, d. Red.), ergänzte Wirtschaftsförderin Antonia Hingler mit Hinweis auf das Standortprofil 2018 der Gemeinde Wedemark. Der Regionsdezernent bezeichnete die Kommunen im Norden Hannovers als wirtschaftlichen Motor. Der Flughafen Langenhagen trage zum guten Image bei. Den Betrieben stünden gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Auch steigende Schülerzahlen sowie Steuereinnahmen führte der Dezernent als positive Faktoren an. In der Wedemark seien zudem mutige Entscheidungen gefällt worden, machte Ulf-Birger Franz deutlich und verwies auf das Schulzentrum Campus W. „Das ist eine ganz mutige Investition gewesen, die sich erst im Laufe der Zeit so richtig auszahlt.“ Bürgermeister Helge Zychlinski sprach von einer Strategie, den Wohn- und Wirtschaftsstandort Wedemark auszubauen. Es sei wichtig, den hier wohnenden Menschen auch Arbeitsmöglichkeiten anzubieten und zu schaffen. Den Unternehmen müssten Expansionsmöglichkeiten oder Neuansiedlungen geboten werden. Aktuell gehe es um die Erweiterung des Gewerbegebiets Farnkamp in Elze sowie zusätzliche Gewerbeflächen in Gailhof. „Das Thema ´Monsterhallen` wird keines mehr sein“, betonte der Bürgermeister. Es werde an Plänen für einen gesunden Mix unterschiedlicher Strukturen an dem 1A-Standort Neuer Hessenweg gearbeitet. Der Bereich Mellendorf Industriestraße wurde von Helge Zychlinski ebenfalls thematisiert. Für den Bereich Schlager Chaussee in Bissendorf gebe es derzeit keine Pläne. Der Bürgermeister verwies darauf, dass eine Gemeinde, die nur auf Wohnbebauung setze, Verkehrsprobleme durch Pendler erzeuge, die ihren Arbeitsplatz in anderen Gemeinden finden. Nahe Arbeitsplätze und damit weniger Verkehr seien ein Beitrag für die Umwelt. Wer vor Ort wohne und arbeite, habe ein Mehr an Lebensqualität, merkte Wirtschaftsförderin Antonia Hingler dazu an. Zum Thema Haushalt erklärte Bürgermeister Helge Zychlinski, dass es keine Anhebung der Gewerbesteuer geben werde: „Da halten wir Wort. Auch das ist Verlässlichkeit, auf die sich die Unternehmen verlassen können.“ Das Standortprofil 2018 der Gemeinde Wedemark ist über die Webseite www.wedemark.de abrufbar.