Wedemark jetzt Mitglied im Netzwerk

Im Mehrgenerationenhaus trafen sich gestern Vertreter von Gemeinde und Polizei zur Besiegelung der Mitgliedschaft der Gemeinde im Netzwerk Zuhause sicher als Mitglied des Kuratoriums: Die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier (von links), Bürgermeister Helge Zychlinski, Kriminalrat Savas Gel vom Dezernat für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention, Mellendorfs Kommissariatsleiter Jochen Sachweh und Polizeihauptkommissar Michael Nickel von der Zentralstelle Technische Prävention. Foto: A. Wiese

Gemeindebürgermeister unterschreibt Aufnahmeantrag für „Zuhause sicher“

Wedemark (awi). Bürgermeister Helge Zychlinski hat gestern Mittag im Namen der Gemeinde Wedemark seine Unterschrift unter den Aufnahmeantrag zum Netzwerk „Zuhause sicher“ als Mitglied des Kuratoriums gesetzt. Der eingetragene Verein verbindet Institutionen und Unternehmen in dem Ziel, die breite Öffentlichkeit für die Themen „Einbruchschutz“ und „Brandschutz“ zu sensibilisieren und ratsuchenden Mietern und Eigentümern von Wohnungen und Häusern professionelle Begleitung zu diesen Themen bei ihren Neu- und Umbauvorhaben anzubieten.
Der offizielle Termin bot Kriminalrat Savas Gel vom Dezernet 11 für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention und Polizeihauptkommissar Michael Nickel von der Zentralstelle für Technische Prävention die Gelegenheit, das Netzwerk und seine Vorteile explizit vorzustellen. Savas Gel führte aus, das Netzwerk seit 2006 auf Initiative der Polizeiberater gegründet worden und umfasse mittlerweile 47 Schutzgemeinschaften mit über 370 Partnern. Der 2010 gegründeten Schutzgemeinschaft Hannover gehörten zwölf Kommunen an, unter anderem Wedemarks Nachbargemeinden Burgwedel, Langenhagen und Neustadt am Rübenberge. In Stadt und Region seien 2018 1.450 Beratungen in Privathaushalten zum Thema Einbruch- und Brandschutz durchgeführt und nach Abarbeitung der Vorschläge, die die Berater aus der Technischen Prävention den Hausbesitzern empf0hlen hätten, 257 Plaketten verliehen worden. Allein deren Anblick hält, so hofft die Polizei, potentielle Einbrecher davon ab, sich an diesem Haus überhaupt auszuprobieren. In der Wedemark seien 2018 62 Beratungen erfolgt und zehn Plaketten vergeben worden. Seit Gründung der Schutzgemeinschaft Hannover seien es allein in diesem Gebiet 1.465 Plaketten gewesen, betonte der Kriminalrat. Die Gemeinde sei durch einen Antrag der SPD-Ratsfraktion auf das Thema aufmerksam gemacht worden, erklärte Bürgermeister Helge Zychlinski. Nachdem alle Gremien den Beitritt einstimmig befürwortet hätten, sei nun der Punkt gekommen, wo die Gemeinde auch tatsächlich den Aufnahmeantrag stelle. Er erhoffe sich einen noch engeren Austausch mit den anderen Kommunen und der Polizei als bisher und auch weitere Informationen zum Beispiel für die örtlichen Handwerksbetriebe. Es gebe bereits einige Wedemärker Handwerksbetriebe, die sich für die Ausführung der Maßnahmen wie Sicherung von Fenstern und Türen zertifiziert hätten, bestätigte Michael Nickel von der Technischen Prävention. Empfehlungen für bestimmte Betriebe dürfe die Polizei zwar nicht geben, es werde jedoch eine Liste des Landeskriminalamtes mit den Namen aller zertifizierten Betriebe ausgegeben, so dass Hausbesitzer die Chance hätten, sich einen Betrieb ihres Vertrauens in örtlicher Nähe herauszusuchen. „Wir können durch unseren Schritt etwas für die Sicherheit in der Wedemark insgesamt, für die Sicherheit der einzelnen Bürger und auch etwas für die örtlichen Handwerksbetriebe tun, fasste es der Bürgermeister zufrieden zusammen. Er betonte die ohnehin schon engmaschige Zusammenarbeit mit dem Polizeikommissariat Mellendorf. Dessen Leiter Jochen Sachweh war ebenfalls zur Unterschrift erschienen. Aktuelle Zahlen zu Einbrüchen wird er in wenigen Wochen bei der Veröffentlichung der Statis-tik bekannt geben. Einen Beratungstermin bei sich zu Hause können Wedemärker unter Telefon (05 11) 109 11 14 vereinbaren. Die Beratung ist kostenlos und dauert im Durchschnitt zwei Stunden. Der nächste intensive Vortrag der Experten bei der Polizei zur Einbruchs-prävention findet am Freitag, 1. Februar, um 18 Uhr bei der Polizei in der Marienstraße 34 bis 36 in Hannover statt. Gel und Nickel laden alle Interessierten herzlich dazu ein.