„Wedemark macht Schule“ war Motto

SPD Wedemark lud Ehrenamtliche zum Frühjahrsempfang zum Thema Bildung

Bissendorf (awi). Als Motto für den diesjährigen Frühjahrsempfang im Bürgerhaus Bissendorf für ehrenamtlich Tätige hatte die SPD Wedemark ein naheliegendes Motto gewählt: „Wedemark macht Schule“. Seit Jahren veranstaltet die SPD Wedemark einen Empfang, zu dem sie ehrenamtlich Tätige aus unterschiedlichen Bereichen und Partner aus zahlreichenVereinen, Verbänden, Feuerwehren und weiteren Institutionen einlädt. Mit der ehemaligen Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hatten die Parteivorsitzende Caren Marks und ihre Mitstreiter eine kompetente Referentin zum Thema Bildung gewonnen. Marks bedankte sich bei ihren Gästen für deren Engagement zum Wohle anderer und betonte, dass den Sozialdemokraten das Gespräch mit ihnen wichtig sei. „Wir sind darauf angewiesen, dass Sie sich einmischen, mit Ihnen wollen wir unsere lebens- und liebenswerte Wedemark weiterentwickeln“, so Marks in ihrer Begrüßung. Das Motto „Wedemark macht Schule“ werde in der Wedemark durch den Neubau des Campus sichtbar, aber auch durch zahlreiche Elterninitiativen. Bildung erfahre in der Wedemark seit ein paar Jahren endlich die Wertschätzung, die sie verdiente, betonte Marks. Für diesen deutlichen Schwenk sei es höchste Zeit gewesen. Viele Wedemärker hätten lange darauf gewartet: „Es war mehr als notwendig“, rief Marks den Gästen des Empfangs zu. Sie verwies auf das tolle Funktionieren der neuen IGS, die zustande gekommen sei, obwohl die Landesregierung der Wedemark Steine in den Weg gelegt habe. Marks rief die Wedemärker zu einer hohen Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl am 11.September auf.
Rednerin Edelgard Bulmahn freute sich über das Motto des Empfangs „Wedemark macht Schule“. Zwar habe sie persönlich nicht nur gute Erinnerungen an die Schule, „aber wo wären wir ohne eine Chance auf Bildung?“ Sie sei die Voraussetzung dafür, dass man sich die Welt aneignen könne. Bildung heiße, Dinge zu verstehen, mit anderen Menschen kommunizieren zu können. Und Kinder müssten in besonderem Maße eine Chance auf gute Bildung erhalten. „Wenn wir erreichen wollen, dass Kinder kognitive Fähigkeiten erreichen und soziale Kompetenzen besitzen, müssen die zwei Faktoren Erziehung und Bildung miteinander im Prozess verbunden werden. Das sind wir unseren Kindern schuldig“, so Bulmahn. Alle, die hier heute als ehrenamtlich Tätige geladen seien, hätten diese Fähigkeit, sonst wären sie nicht ehrenamtlich engagiert. So sei es nur gerecht, dass auch jedes Kind diese Chance erhalte. Die Gesellschaft erwarte viel von den Kindern. Sie sollten den Wohlstand sichern, die Renten sichern und alle Probleme lösen, die die Generation vor ihnen nicht habe lösen können. Lange hätten die Bildungschancen eines Kindes als Privatsache gegolten, aber dies sei auch eine gesellschaftliche Verantwortung. „Man löst keine Probleme, indem man weitermacht, wie bisher“, mahnte Bulmahn und gab zu, dass sie immer noch stolz sei, dass es ihr und anderen 2002 gelungen sei, wieder einen Bildungsaufbruch in Gang zu setzen. Nach dem offiziellen Teil klang der Abend mit einem Imbiss und Gesprächen aus.