Weihnachtsmarkt auf dem Milchhof Hemme

Beim gemeinsamen Rundgang über den traditionellen Weihnachtsmarkt von Hemme Milch: Helge Zychlinski (v. l.), Editha Lorberg, Stephan Weil, Irene Hemme, Cinderella von Dungern und Jürgen Hemme. Foto: B. Stache
 
Cinderella von Dungern wirbt während des Weihnachtsmarktes auf Hemme Hof mit ausdrucksstarken Postern gegen Sklaverei und Menschenhandel. Foto: B. Stache

Cinderella von Dungern freut sich über viele Besucher und Prominenz

Sprockhof (st). Der schon traditionelle Weihnachtsmarkt bei Hemme Milch in Sprockhof erfreute sich auch in diesem Jahr am dritten Adventswochenende tausender Besucher von nah und fern. Groß und Klein erfreuten sich an beiden Tagen an dem liebevoll aufgebauten Weihnachtsmarkt. Die Scheunen waren mit viel Tannengrün und Lichterketten dekoriert, auf dem Hofvorplatz drehte ein Kinderkarussell seine einladenden Runden. Der Innenhof lud mit seinen Holzbuden, in denen allerlei weihnachtliches Kunsthandwerk sowie reichlich Speis und Trank angeboten wurden, zum entspannten Bummeln ein. An zahlreichen Feuerkörben und Heizpilzen konnten sich die Besucher aufwärmen. Eine Besonderheit bei diesem Weihnachtsmarkt auf dem Hemme-Hof lag Hausherrin Cinderella von Dungern besonders am Herzen: Im Pferdestall gab es eine sehenswerte Ausstellung zum Thema „Sklaverei und Menschenhandel in Deutschland“, organisiert von der gemeinnützigen „broken hearts stiftung“. Cinderella von Dungern hat diese Stiftung im Jahr 2011 ins Leben gerufen. „Ich erhoffe mir von dieser Ausstellung mehr Aufklärung über das Thema“, erklärte von Dungern am ersten Weihnachtsmarkttag. „Wir haben im Pferdestall einige Organisationen, die sich unter anderem mit der Opferbetreuung beschäftigen. Wir bieten damit eine Plattform, die Arbeit dieser Hilfsorganisationen bekannter zu machen.“ Um ihre „Herzensangelegenheit“ bei der Aufklärung gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsarbeit oder auch Zwangsheirat fest in den Weihnachtsmarkt einzubinden, gab es auch eine ganz besondere Modenschau. „Wir machen eine Modenschau, auf der beispielsweise die Firmen Glimpse Clothing und Lillypark ´Show your love` Accessoires und Mode von ehemaligen Zwangsprostituierten aus Kambodscha und Indien zeigen“, kündigte von Dungern an. Die gelernte Betriebswirtin hat sich auch zum Ziel gesetzt, mit der Polizei und anderen Behörden intensiver zusammenzuarbeiten, um Prozesse und Strukturen im Kampf gegen Sklaverei und Menschenhandel zu verbessern. Hierzu dient auch ein Posterwettbewerb, den von Dungern mit Studenten für das kommende Jahr entwickelt. „Dabei geht es um ein Meldesystem gegen Menschenhandel“, erklärte sie. Großen Zuspruch für ihr Engagement erhielt Cinderella von Dungern, in deren Stiftung ein Teil der Erlöse aus dem Weihnachtsmarkt fließen, am Wochenende auch von zahlreichen Prominenten. Ministerpräsident Stephan Weil war zum ersten Mal auf dem Hemme Hof zu Besuch. Hemme Milchprodukte seien ihm aber nicht unbekannt. „Meine Frau bringt seit vielen Jahren regelmäßig Hemme-Produkte mit nach Hause. Mir schmeckts“, bekannte der niedersächsische Landesvater. Cinderella von Dungern führte am Samstag Stephan Weil gemeinsam mit dem Wedemärker Bürgermeister Helge Zychlinski sowie ihren Schwiegereltern Irene und Jürgen Hemme über das weihnachtlich geschmückte Anwesen. Währenddessen gaben die beiden Handballspieler Jan Fiete Buschmann und Mait Patrail vom TSV Hannover-Burgdorf „Die Recken“ bereitwillig Autogramme. In der Spielscheune wurde für die jüngsten Besucher ein Kinderprogramm geboten. Bettina Wulff war zum Plätzchenbacken mit den Kindern nach Sprockhof gekommen. Oma Irene (Hemme) übernahm das Backen der Süßigkeiten am Adventssonntag, zu dem auch Regionspräsident Hauke Jagau mit seiner Familie auf Hof Hemme Milch vorbeischaute. Jagau übernahm spontan die Versteigerung eines HSV-Trikots sowie eines Bundesligafußballs. Fußballprofi Christian Pander von Hannover 96 verteilte Autogramme. „Ich bin total überwältigt von der Besucherresonanz auf unserem Weihnachtsmarkt und die Solidarität mit dem Charity-Thema, auf das ich ganz oft angesprochen wurde. Ich bin höchst zufrieden mit allem“, freute sich Cinderella von Dungern.