Weihnachtsspende für das Zeltlager

Der Vorsitzende des Fördervereins Vogesenzeltlager in der Kirchengemeinde Bissendorf, Christoph Biester (von links) nahm den symbolishen Spendenscheck von Benjamin Marks, Geschäftsführer des bauSpezi E.Marks Baucentrum, über 1.500 Euro für das nächste Zeltlager entgegen. Mit ihm freuen sich Frauke Holzkämper, Lara Wesselmäcking, Johannes Lehmann, Michael Schulz, Felix Wendel und Mark Halberstadt vom Zeltlagerteam sowie Pastor Thorsten Buck. Foto: A. Wiese

bauSpezi E. Marks Baucentrum unterstützt Kirchengemeinde mit 1.500 Euro

Bissendorf (awi). Warmer Geldsegen für das Vogesenzeltlager von evangelischer Jugend und Kirchengemeinde Bissendorf: Seit einigen Jahren unterstützen die Bissendorfer Firma bauSpezi E. Marks Baucentrum und Geschäftsführer Benjamin Marks zu Weihnachten gemeinnützige Organisationen wie Fördervereine, Kinder- und Jugendkunstschule oder auch ausnahmsweise schon mal private Institutionen wie das Kinderpflegeheim Mellendorf. bauSpezi E. Marks Baucentrum spendet dafür das Geld, das früher in Weihnachtspräsente für Geschäftspartner investiert wurde. „Das kommt bei unseren Partnern ebenso gut an wie bei Kunden und Mitarbeitern. Alle stehen dahinter“, berichtet Geschäftsführer Benjamin Marks, als er am Montag einen symbolischen Spendenscheck über 1.500 Euro an den Fördervereinsvorsitzenden des Vogesenzeltlagers der Kirchengemeinde Bissendorf, Christoph Biester, Pastor Thorsten Buck und das Zeltlagerteam überreichte und damit strahlende Gesichter auslöste. „Für die großzügige Spende der Firma Marks ersetzen wir ein in die Jahre gekommenes Teilnehmerzelt“, erklärte Christoph Bies-ter und überreichte als Dankeschön eine aus einer Zelthaut genähte Tasche an Benjamin Marks.
Am Vogesenzeltlager nehmen regelmäßig 50 bis 60 Kinder und 15 bis 20 Betreuende teil. Termin im nächsten Jahr – vorbehaltlich, dass die Pandemielage es erlaubt – ist der 29. Juli bis 16. August 2022.Die Kosten pro Teilnehmer betragen 420 Euro. Anmelden kann man sich unter anmeldung@vogesenzeltlager.de. Weitere Infos gibt es unter www.vogesenzeltlager.de.
Vogesenzeltlager, das heißt knapp drei Wochen zusammen mit anderen Kindern draußen zu sein, im Zelt zu schlafen, Tische, Bänke und viele andere Dinge zu bauen, gemeinsam zu essen, abends zusammen am Lagerfeuer zu sitzen und zu singen und eine unvergessliche Zeit in Gemeinschaft und in der Natur zu verbringen, an die sich viele noch nach Jahrzehnten erinnern. Übrigens auch Benjamin Marks, der als Jugendlicher selbst vier Mal dabei war. Das Vogesenzeltlager wird ausschließlich von ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Evangelischen Jugend der St. Michaelis Kirchengemeinde Bissendorf organisiert. Das Team besteht aus etwa 15 Personen, in einer gesunden Mischung aus erfahrenen und jungen Jugendgruppenleitern. Darüber hinaus werden sie in vielerlei Hinsicht durch ehemalige Gruppenleiter des Zeltlagers unterstützt. In dieser Form organisiert sich das Vogesenzeltlager seit 1995.
Zuvor hatte von 1978 bis 1994 der damalige Diakon Helmut Neuber diese Sommerfreizeiten in den französischen Vogesen organisiert. Das Betreuerteam bereitet das Sommerzeltlager und sein ganzes Drumherum vollkommen eigenständig vor. Zum ganzjährigen Vorbereitungsprogramm gehören neben regelmäßigen Treffen, eine Vorbereitungsfreizeit und ein Schulungswochenende für die Betreuer sowie ein Infonachmittag und ein Nachtreffen für die Teilnehmer. Zu den Aufgaben gehören beispielsweise die Suche nach einer geeigneten Wiese, Materialpflege, Teilnehmerwerbung und die Programmvorbereitung.
Für die fast dreiwöchige Sommerfreizeit sind zusätzlich eine Auf- und eine Abbauwoche nötig. Da die Zeltlager auf Wiesen ohne Sanitäranlagen und Infrastruktur stattfinden, müssen Küche, Klo, Waschständer, Material- und Aufenthaltszelte bereits aufgebaut sein, bevor die Kinder mit dem Reisebus ankommen.
Die Betreuer des Zeltlagers waren in der Regel selbst Teilnehmer des Vogesenzeltlagers. Neben der Jugendgruppenleiterausbildung Juleica ist die Teilnahme an den eigenen Vorbereitungsmaßnahmen und Hilfe bei den oben aufgeführten Maßnahmen und Aufgaben Voraussetzung zum Mitfahren. Von besonderer Bedeutung ist das Schulungswochenende, bei dem Standardabläufe erläutert und wichtige interne Absprachen getroffen werden. Während des Zeltlagers werden die vier Teilnehmergruppen von jeweils drei Betreuern begleitet. Diese Betreuergruppen tauschen sich täglich über Probleme und Ereignisse innerhalb der Gruppe aus und bringen diese Themen in zwei Leiterrunden, am Ende der Mittagspause und nach dem Schlafengehen der Kinder, ein, an denen alle Betreuer des Zeltlagers teilnehmen. So wird gewährleistet, dass Informationen und damit die Verantwortung für notwendige Entscheidungen auf viele Schultern verteilt werden, man aber auch zeitnah auf die Geschehnisse reagieren kann, erklärt Fördervereinsvorsitzender Chris-toph Biester.
Im vergangenen Jahr haben die Verantwortlichen das Zeltlager auch unter Pandemiebedingungen sehr verantwortungsvoll gemeistert, waren unter anderem alle bereits komplett geimpft, als es losging und hatten ein Hygienekonzept ausgearbeitet. Natürlich hoffen alle auf eine Entspannung der Coronalage zum Reisetermin 2022, aber wenn irgend möglich, würden sie das beliebte Zeltlager auch wieder unter erschwerten Bedingungen durchführen.