Weltgebetstag in der Kapernaum Gemeinde

Der Gottesdienst zum Weltgebetstag in der Resser Kapernaum-Gemeinde ist sehr gut besucht. Foto: B. Stache

Vorbereitungskreis gestaltet einen eindrucksvollen Gottesdienst mit Abendessen

Resse (st). Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit 130 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft – damit sie überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. Der Tag stellt damit die größte Basisbewegung christlicher Frauen weltweit dar und verbindet Frauen in mehr als 120 Ländern der Welt miteinander. Für den Gottesdienst am diesjährigen Weltgebetstag haben Frauen aus Simbabwe die Geschichten aus der Bibel, die Lieder und die Gebete ausgewählt. Am Freitagabend feierte die Evangelisch-lutherische Kapernaum-Kirchengemeinde Resse diesen Tag mit einem gut besuchten Gottesdienst. Dieser stand unter dem Motto des Bibelverses Johannes 5: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ Diese Worte hatte Jesus bei einem jüdischen Fest in Jerusalem zu einem Kranken gesprochen, der augenblicklich geheilt war. Den besonderen Gottesdienst in Resse hatte ein Vorbereitungskreis aus ehrenamtlichen evangelischen und katholischen Frauen organisiert. Nach der Begrüßung durch Antje Steube, Kirchenvorsteherin aus Resse, stand eine eindrucksvolle, informative Länderpräsentation in Wort und Bild über Simbabwe, dem früheren Rhodesien, auf dem Programm. Anschließend führten die Ehrenamtlichen ein Stück zum Weltgebetstags-Motto „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ auf. Zu den einzelnen Szenen wurde viel gesungen, unter anderem „Garai pano“, ein Kirchenlied aus Simbabwe, und „Komm, nimm dein Bett und geh“. Beeindruckend waren auch die zitierten Briefe von Frauen aus Simbabwe. Dabei erfuhren die Gottesdienstbesucher allerlei über die schwierigen – auch politischen Verhältnisse – im damaligen Rhodesien. Das Jahr 2017 habe einen Wendepunkt in der Geschichte Simbabwes dargestellt, hieß es in den Briefen. Damals hätten sich viele Organisationen, auch die Kirche, für positive Veränderungen im Land eingesetzt. An der Wahl 2018 hätten sich viele junge Menschen beteiligt. Aber auch heute noch läge noch manches im Land im Argen, so die Briefeschreiber. Die Frauen aus Simbabwe ziehen aus dem Glauben die Kraft, mit all den Schwierigkeiten umzugehen, erfuhr die Gemeinde in Resse. In einem Rollenspiel wurden vier Frauen aus der Vorbereitungsgruppe gefragt, was ihnen der Bibelvers „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ im Leben bedeutet. Superintendent Holger Grünjes nahm am Gottesdienst zum Weltgebetstag in Resse teil – im Rahmen seiner Visitation des verbundenen Pfarramts Kapernaum Resse und St. Michaelis Bissendorf. Er zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Vorbereitungskreises: „Ich bin begeistert.“ Nach dem Gottesdient, in dem auch viel gesungen wurde, aßen alle gemeinsam Köstlichkeiten aus der Küche Simbabwes. So gab es unter anderem Linsen- und Bulgursalat, sowie Eintopf mit Süßkartoffeln. „Dass heute auch so viele junge Menschen teilgenommen haben, zeigt, dass Resse eine junge Gemeinde ist“, erklärte Pastorin Wibke Lonkwitz am Abend in Kapernaum Resse. Der nächste Weltgebetstag am Freitag, 5. März 2021, wird sich mit der Lebenssituation von Frauen in Vanuatu beschäftigen. Dieser Inselstaat im Südpazifik besteht aus mehr als 80 Inseln und erstreckt sich über eine Länge von 1.300 Kilometern. Der Weltgebetstag 2021 steht unter dem Motto „Build on a Strong Foundation“ und wird in der Wedemark von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elze-Bennemühlen organisiert.