Weniger Schwarzwild geschossen

Hegeringvorsitzender Henrik Bardeck (von rechts) mit den Geehrten Renate Giesemann für 40-jährige und Kathrin Kuhfß und Guido Plesse für 25-jährige Mitgliedschaft. Fotos: A. Wiese

Hegering Wedemark tagte im Gasthaus Bludau in Wennebostel

Wedemark (awi). Wer eine Diskussion über den Wolf bei der Hauptversammlung des Hegerings Wedemark erwartet hatte, sah sich enttäuscht. Isegrim war kein Thema bei den Wedemärker Grün-röcken. Sie starteten nach dem zünftigen Auftakt mit den Jagdhornbläsern mit Verbandsehrungen in die Tagesordnung – Renate Giesemann für 40 Jahre Mitgliedschaft und Guido Plesse, Kathrin Kuhfß und Jens Rühling für 25 Jahre Mitgliedschaft. 226 Mitglieder zählt der Hegering aktuell. Dann widmeten sich die Jäger ganz dem Streckenbericht. Rot- und Damwild gebe es wenig bis gar nicht in der Wedemark, beim Schwarzwild seien die Zahlen mit 104 männlichen und 97 weiblichen Tieren und insgesamt 201 jedoch sehr eingebrochen. 2017 wurden noch 361 Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht. Zwei Jahre seien die Abschusszahlen hoch gewesen, warum sie jetzt abgefallen seien, sei nicht klar erkennbar. Beim Rehwild sei die Zahl mit 627 gegenüber 610 im Vorjahr leicht gestiegen. Allerdings seien 139 Stück davon Fallwild. Auffällig sei, dass viele abnormale Böcke geschossen worden seien. Zur Strecke gebracht wurden weiterhin 73 Feldhasen, 25 Kaninchen, 326 Füchse, 30 Marder, 16 Marderhunde, 20 Dachse und eine seit drei Jahren kontinuierlich wachsende Zahl von Waschbären. Beim jagdbaren Geflügel zählten die Jäger 293 Tauben, 96 Stockenten, 87 Gänse, 287 Rabenkrähen und 65 Elstern auf. Berichtet wurde von der Aufhebung des Elternschutzes beim Nutria, von denen sich sieben Stück im Streckenbericht finden und Änderungen im Bereich der Waffengesetze. Für die Bläser sprach Obmann Klaus Breitkopf von 41 Proben und acht großen Auftritten im abgelaufenen Jahr. Dabei seien allein zwei Hubertusmessen gewesen, die auch in diesem Jahr am 3. November um 11 Uhr in Isernhagen Süd und um 18 Uhr in Bissendorf fest eingeplant seien. Die wöchentlichen Übungsabend der 21 Jagdhornbläser finden mittlerweile nicht mehr im Gemeinderaum in Elze, sondern in den Räumen der Christophoruskirche in Bissendorf-Wietze statt. Naturschutzobmann Folke Hein berichtete von der Ferienpassaktion mit 25 Kindern in Brelingen und dem sehr gut gelungenen Waldtag mit 110 Kindern in Resse. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Helfern. Im Oktober waren die Jäger mit den Konfirmanden zum Entkusseln im Moor. Als neuer Schießobmann wurde Christian Wronna aus Elze vorgestellt.