Wer kann noch Engel beisteuern?

Christa Goldau (rechts) und Brigitte Dörfler hängen einen Engel auf. Foto: A. Wiese
 

Wedemärker Heimatmuseum bereitet Ausstellung vor

Bissendorf (awi). Auch so kleine Museen wie das Richard-Brandt Heimatmuseum in Bissendorf haben den Auftrag, mit Ausstellungen zu informieren und Wissen zu vermitteln. So wird die Sonderausstellung zur Weihnachtszeit von Ende November bis zum 5. Januar nicht nur den allgegenwärtigen und üblichen Engel-Weihnachtskitsch präsentieren, sondern in Themenbereichen den umfangreichen Wirkungsbereich der Engel auf Leben und Sterben darstellen, kündigte jetzt Organisatorin Christa Goldau im Werkstattgespräch an. Es könne zwar nur kleine Einblicke geben, doch es es sowohl der historische als auch der christliche Blick auf diese wundersamen Wesen ermöglicht. Die unterschiedlichsten industriellen Produktionen von Engeln im Laufe der Zeit werden im Ansatz vorgestellt, orts- und landestypische Darstellungen von Engeln präsentiert, und einzigartige Sammlerstücke verdeutlichen die enge emotionale Beziehung der Menschen zu Engeln.Die Themenbereiche gliedern sich in Gemälde, Ikonen, großformatige Fotografien, Putten, orts- und landestypische Engelsdarstellungen, Weihnachtsengel, schwebende Engel, Sammlungen der bekanntesten und ältesten Hersteller, moderne Engel, historische Postkarten und Glanzbilder sowie selbstgebastelte Engel. Zu sehen sein werden aber auch alltägliche Gebrauchsgegenstände mit Engelmotiven und Lauschauer Glaskugeln mit und ohne Engel- Motive. Schon jetzt geht ein außerordentlich großes Dankeschön von Christia Goldau und dem Museumsteam an die Leihgeber, die sich völlig unbürokratisch, sofort und mit großer Freude von ihren Lieblingsstücken leihweise und zeitlich begrenzt trennen. Besonders gerührt war die Leiterin des Ausstellungsteams von der Hilfsbereitschaft des ihr bisher völlig unbekannten und nur aus dem Internet recherchierten Thüringers Reiner Schmalzl aus Heyerode, der nach nur einem Telefonat sofort 20 historische Postkarten nebst Repliken und Kopien verschickte. Wohlgenährte alte Putten erhält das Museum von Desanka Raissi aus Hellendorf. Oblaten-Glanzbilder aus den 20er Jahren und Lichtlein tragende Engel aus den Nachkriegsjahren hat Gertrud Müllmann vom Spielzeugmuseum Garbsen aus ihrer großen Sammlung bereitgestellt. Wertvolle Ikonen und landestypische Engel erhält das Museum von Maren Rehse-Köppe aus Eldingen/Bargfeld. In völligem Kontrast dazu stehen die hyper-modernen „Möpsengel“ und ein wunderschön antiker schwebender Engel aus dem Erzgebirge, beigesteuert von Familie Lorenz aus Wennebostel. Was noch fehlt – und dazu werden die Bürger der Wedemark und der umliegenden Städte und Gemeinden um freundliche Unterstützung gebeten – sind selbstgebastelte Engel, ganz moderne Darstellungen und alltägliche Gebrauchsgegenstände. Ergänzt werden kann die Ausstellung auch noch um orts- und landestypische Engel, wie zum Beispiel aus Mexiko, Italien oder Amerika. „Die Herstellung der Lauschaer Glaskugeln gehört zur traditionellen Handwerkskunst und begeisterte schon unsere Ururgroßeltern", schwärmt Christa Goldau. Das Ausstellungsteam sucht jeweils 30 Kugeln zur Dekoration von zwei Mini-Weihnachtsbäumen. Zum Ausstellungsteam gehören außer Christa Goldau, Brigitte Dörfler, Ilse Hulacz, Christiane Kreie, Heike und Wolfgang Lorentz, Werner Renders und Manfred Schlimper. Wer einen Engel-Schatz ausleihen möchte, kann sich gerne ab 13. Oktober bis Ende Oktober bei Christa Goldau unter Telefon (0 51 30) 12 39  oder per Mail unter chgoldau@gmx.de oder bei Brigitte Dörfler unter Telefon (0 51 30) 6 06 83 melden. Ganz wichtig ist, dass bis auf die Annahme einzelner selbstgebastelter Figuren möglichst nur Sets von mehreren Ausstellungsstücken  angenommen werden, da bei einer zu großen Anzahl von Leihgebern schnell der Überblick verloren geht. Das Museumsteam bittet dafür um Verständnis und ist ganz gepannt, was ihm in den nächsten Wochen noch angeboten wird.