Wie geht es weiter mit der Berthold-Otto-Schule?

Mellendorf. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen läuft seit Jahren aus, da die Schule durch die Inklusion keine Schüler mehr aufnehmen kann. Für die letzten Schüler dieser Schule, die im Schuljahr 19/20 die Schule noch besuchen, stand die Frage im Raum, wo sie ihren Schulort haben sollen.
Bei einer Elternversammlung kürzlich in der BOS präsentierten Bürgermeister Zychlinski und die Schulleitung die Möglichkeiten das letzte Schuljahr der Schüler zu gestalten. Die Schüler könnten, wie es bislang von der Gemeinde geplant und wie der Bürgermeister bestätigte, ein weiteres Jahr in ihrem vertrauten Gebäude verbringen und die Mehrzahl der Schüler ihren Abschluss dort erwerben. Die Lerngruppe wäre klein, aber hätte alle Möglichkeiten, die das Gebäude an Fachräumen bietet. Anschließend könnten Schüler mit dem Schulabschluss der Förderschule in den zehnten Jahrgang der Realschule wechseln und die Schüler aus Klasse acht im neunten Jahrgang inklusiv unterrichtet werden, was schulrechtlich möglich wäre, so der Schulleiter.
Der weitergehende Vorschlag, bereits zum nächsten Schuljahr in die Realschule als eigenständige Klasse zu wechseln, stieß bei den Eltern auf wenig Akzeptanz. Die Umfrage bei den Eltern in der vergangenen Woche hat ergeben, so berichtet die Elternratsvorsitzende Anja Nußbicker, dass es Wunsch der Eltern für ihre Kinder ist, im gewohnten, geschützten Rahmen zu verbleiben. Die Größe des Schulzentrums, die Raumknappheit sowie die Befürchtung, nicht richtig akzeptiert zu werden und sich in dem großen System nicht richtig einleben zu können, sind die Argumente gegen den Wechsel.