Wie geht es weiter mit der Bürgerwiese?

Mitarbeiter des Bauhofes haben am Montagnachmittag an der Straße An der Bürgerwiese zwei Warnschilder „Achtung Kinder“ aufgestellt. Foto: A. Wiese

Bürger monieren im Ortsrat Oberflächenwasser ebenso wie Verkehrsführung

Abbsensen (awi). Mit seiner Anfrage „Wie geht es weiter mit der Bürgerwiese?“ brachte der Negenborner Bernd Peters letzte Woche in der Sitzung des Ortsrates Wedemark I einen Stein ins Rollen. Denn mit der Bürgerwiese gibt es offensichtlich nicht nur ein Problem, sondern gleich mehrere: Zum Einen mit Entwässerung der gemeindeeigenen Wiese, die als Bolz- und Schützenplatz, aber auch als Parkplatz genutz wird, zum Anderen mit der Verkehrsführung in der Straße An der Bürgerwiese.
Doch zunächst zur Entwässerung: Die Wiese sei direkt vor dem Kindergarten ein einziges Schlammloch, schimpfte Peters. Dabei habe der Verein der Kinderfreunde beim Neubau des Kindergartens eine Neuansaat zugesichert. Tim Arndt-Sinner von den Kinderfreunden, der wohl einen Vorstoß in dieser Richtung geahnt hatte, da er im Publikum saß, hielt dagegen: Er habe der Gemeinde Wedemark angeboten, ein Drainagerohr für die Bürgerwiese zu verlegen, bevor die Pflasterarbeiten für den Kindergarten beendet seien. „Doch die Kommune ist beratungsresistent. Sie hat sich nicht gerührt und kann sich noch nicht mal mehr an Abmachungen im Tauschvertrag erinnern, wo sie sich zum Zaunbau verpflichtet hat“, so der öffentliche Vorwurf des Geschäftsführer des Vereins der Kinderfreunde in Richtung Gemeinde Wedemark. Bürger und Ortsrat diskutierten noch ein bisschen hin und her, wer auf oder an der Bürgerwiese eigentlich wo parken darf, dann einigte man sich auf dem Vorschlag von Ortsbürgermeister Peter Reuter, die Sache vor Ort bei einem Termin mit allen Beteiligten zu klären. Ein Ortstermin ist ohnehin notwendig, denn die Verkehrssituation An der Bürgerwiese ist gefährlich. Da sind sich alle Beteiligten einig. Zum Einen wird die Straße trotz der deutlichen Beschilderung „Durchfahrt verboten. Anlieger frei“ als Abkürzung von Autofahrern aus Richtung Brelingen in Richtung Abbensen benutzt, zum Anderen fahren wohl auch die, die ein berechtigten Anliegen haben, nämlich Wohnanlieger und Eltern, die ihr Kinder zum Kindergarten bringen beziehungsweise dort abholen, zu schnell und sorgen damit für gefährliche Situationen. Woher der Vorschlag gekommen war, zwischen An der Bürgerwiese und Klappenburgbrücke dicht zu machen und eine Sackgasse einzurichten, war in der Sitzun am Mittwoch nicht mehr eindeutig zurückzuverfolgen, auf jeden Fall brachte Christian Rudatus aus der Verwaltung die eindeutige Nachricht mit: „Es wird keine Sackgasse geben.“ Da hatte es nicht mal mehr der Unterschriftenaktion bedurft, die einige Anlieger gegen die gerüchtemäßig angekündigte Sackgasse vorsichtshalber ins Leben gerufen hatten. Doch dass irgendetwas passieren muss, um die Autofahrer zur Vernunft zu bringen, bevor wirklich etwas passiert, darin waren sich Zuhörer und Ortsratsmitglieder einig. Also soll ein Ortstermin her. Denn die zwei „Achtung Kinder“-Schilder, die Bauhofmitarbeiter am Montag vor und hinter dem Kindergarten An der Bürgerwiese aufgestellt haben, werden schwerlich den gewünschten Erfolg bringen. Die Anordnung, die Schilder dort aufzustellen, war übrigens bereits vor der Sitzung letzte Woche am 6. März vom Fachbereich für Sicherheit und Ordnung erteilt worden.