Wieder Theater am Heudamm

Der für die Durchfahrt gesperrte Bereich am Heudamm. Auch am Mittwoch lag ein Pfahl am Boden. Foto: A. Wiese
 
Kameras hoch oben in den Bäumen überwachen den abgesperrten Bereich. Foto: A. Wiese

Trotz Absperrung tritt am beliebten Schleichweg keine Ruhe ein

Elze (awi). Vor einigen Monaten hat der Realverband Elze als Eigentümer den so genannte n Heudamm als Schleichweg von Fuhrberg nach Wieckenberg mit Vorankündigung dicht gemacht: Rot-weiße Klapppfähle unterbinden das Durchkommen für die, die da nichts zu suchen haben. Und die da was mit ihren Kraftfahrzeugen zu suchen haben, sind ausschließlich die Eigentümer und Pächter der anliegenden Grundstücken. Zu sehr ausgeufert war gerade auch während der Autobahnsperrung der Schleichverkehr, der die Straße stark in Mitleidenschaft zog. Eigentlich müsste da doch jetzt Ruhe sein, sollte man denken. Ist aber nicht so. Am Ostersonnabend gab es freie Fahrt, wenn man aus Wieckenberg kommend, auf der Kreisstraße 5 nach Fuhrberg wollte, berichtet der Realverband. Ein Autofahrer habe wohl gedacht, dass er mit seinem Auto durch den Zwischenraum von zwei Absperrpfosten passen würde. Er hatte sich jedoch verschätzt und riss beide Pfosten mit den Dübeln aus dem Fundament heraus. Ein Vorderreifen ging dabei kaputt, deswegen konnte der Übeltäter ermittelt werden, er hatte nämlich keinen Reservereifen dabei und musste vor Ort auf einen Abschleppwagen warten. Der Unfallverursacher wurde beobachtet, der Realverband informiert, der wiederum zeigte die Sachbeschädigung bei der Polizei an. Zwei Polizisten konnte den Verursacher des Unfalls vor Ort befragen und seine Personalien feststellen. Die Farbspuren, die die beiden Absperrpfosten an den beiden Vorderkotflügeln hinterlassen hatten, wiesen ihn eindeutig als Verursacher aus. Er hat sich mit dieser Angelegenheit nicht nur eine Strafe eingehandelt, sondern er muss natürlich auch für den entstandenen Schaden aufkommen, den an seinem Auto und den, der dem Realverband entstanden ist. Am Ostersonntag wurden dann schon um die Mittagszeit Ersatzpfosten montiert, deshalb war es mit der freien Durchfahrt wieder vorbei.
Weil es immer wieder Vorfälle an der Absperrung gibt, hat der Realverband dort Kameras aufgehängt, die die Absperrung genau im Visier haben. Das wiederum ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge, wie unabhängig von dem aktuellen Unfall an das Echo herangetragen wurde. Ein Ortstermin bestätigte: Drei Kameras hoch in den Bäumen halten fest, was sich im Bereich der Absperrung tut. Die Bürger wollten wissen: „Ist das überhaupt erlaubt?" „Die Kameras hängen dort seit der ersten Beschädigung unserer Pfosten. Die Polizei hat uns bestätigt, dass wir auf unserem Privatgelände Aufnahmen machen dürfen, wenn durch Schilder darauf hingewiesen wird. Die Kameras sind auf die Absperrung ausgerichtet. Die Aufnahmen dienen als Beweismittel gegenüber den Behörden und werden nach der Weitergabe gelöscht. Wir halten uns dabei genau an die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung", so Heinz-Werner Reichenbach vom Realverband auf Nachfrage dieser Zeitung. Und tatsächlich weist ein großes Schild an der Absperrung unübersehbar darauf hin, dass dieser Bereich videoüberwacht ist. Vielleicht trägt ja dieses Wissen dazu bei, dass am Heudamm jetzt endlich doch mal Ruhe einkehrt. Und wer sichergehen will, bei seinem Spaziergang unbeobachtet zu sein, sollte diesen Bereich einfach meiden. Groß genug ist die Feldmark rund um Elze inklusive Forst Rundshorn ja.