„Will ich das oder will ich das nicht?“

Die Nein-Tonne der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück faszinierte die Kinder. Foto: GS Resse

Die Nein-Tonne hilft KiTa- und Grundschulkindern bei der Entscheidung

Resse (awi). Von klein auf selbst entscheiden(„Will ich das? Oder nicht? Was sagt mein Bauch?" – um das zu können, waren Kinder aus kirchlicher Kindertagesstätte und Grundschule in Resse gemeinsam mit Gästen aus anderen Einrichtungen der Wedemark zu einer Aufführung der Nein-Tonne eingeladen. „Es ist uns wichtig, dass Kinder lernen, ihre Empfindungen wahrzunehmen, zu verstehen und zu verteidigen. Sie sollen wissen: Auch Erwachsenen gegenüber haben sie das Recht, sich aufzulehnen, wenn ihre Grenzen nicht respektiert werden", erklärt Kindergartenleiterin Bärbel Stöcker, die für den Verein Gegenwind das Projekt organisierte. Warum manche Regeln zwar nicht schön, für das Zusammenleben aber wichtig sind – auch das wird durch das Spiel vermittelt. Grundsätzlich gilt für alle Nein-Gefühle: Am besten ist es, sich jemandem anzuvertrauen. Denn nur dann kann man verstanden, unterstützt und getröstet werden. Und das sind für jedes Kind lebenswichtige Erfahrungen. In Kooperation mit dem Verein Gegenwind haben alle Kindertagesstätte und einige Grundschule der Wedemark bis Ende Mai an der Theateraufführung „Die Große Nein Tonne“ teilgenommen. Dabei trägt der Verein einen Teil der Aufführungs - und Fahrtkosten, um dieses Präventionsprojekt, dass im letzten Jahr vollständig vom Verein Gegenwind bezahlt worden ist, weiter laufen lassen zu können. Die Aufführung der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück in der Grundschule Resse besuchten alle Erstklässler, alle KiTa-Kinder, die 2011 eingeschult werden, der Waldkindergarten Wedemark, die KiTa Abbensen und die evangelische KiTa Resse. Die Evangelische Kindertagesstätte bearbeitete einzelne Bereich aus dem Stück in einer Projektwoche zu dem Thema (Kinder stark machen.
Hierzu gab es für interessierte Eltern ein Büchertisch und Informationselternabende zu dem Thema: „Wie schütze ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch" und Sexualaufklärung im Vorschulalter. Für die Kinder gab es außerdem Lieder, Spiele, und Kreativangebote.