Winterjazz in Brelingen

Musik von Hand gemacht, mit viel Gefühl – Das Publikum genoss das Konzert mit KLARO! in der Brelinger Mitte. Foto: E. Rodenbostel

Noch vier Termine mit ausgesuchten Künstlern

Brelingen (er). Am letzten Samstag hat das Quartett KLARO die Winterjazz – Reihe eröffnet. Sie wurden von dem Vorsitzenden des Orgelbauereins Dietrich von Mirbach mit den Worten begrüßt: „Ihre Musik ist hell, durchsichtig, klar und verständlich!“ Karolina Strassmayer, die auch als Saxophonistin in der WDR Bigband Köln spielt, wurde von der amerikanischen Jazzpresse zu den “Top Five Altsaxophonisten” (Downbeat) gekürt. Begleitet wurde sie von „ihren“ drei Männern: David Friedman virtuos am Vibraphon, Josh Ginsburg mit dem Kontrabass und am Schlagzeug von Drori Mondlak, der über 20 Jahre in New York mit Ausnahmekünstlern wie Frank Foster und Don Friedmann gespielt hat. Ein mitswingendes Konzert. Peter Junker vom Kulturverein Brelinger Mitte und Harald Platte vom Orgelbauverein St. Martini haben sich über die ausgebuchte Veranstaltung am vergangenen Samstag in der Brelinger Mitte sehr gefreut. Inzwischen gibt es Winterjazz in Brelingen im 13. Jahr. Es werden in zweiwöchigem Abstand bis Ende März noch vier Veranstaltungen angeboten. Die nächsten beiden Abende finden in der Kirche St. Martini in Brelingen statt und beginnen um 20 Uhr. Am 09. Februar werden dort von dem Bürgel / Burckhardt Quartett Mozart und Chopin mit Jazz in Szene gesetzt, am 23. Februar spielt ein Septett: Peter Ehwald – Le Septuor DE Grand Matin. Ein international besetztes Septett mit renomierten Musiker* innen und unter anderem einer Harfe. Und schließlich findet am 23. März in der Kirche das Abschlusskontert statt: Das Sokratis Sinopoulos Quartett mit Lyra-Jazz aus der Ägäis.
Die Kirche wird als Veranstaltungsort gewählt, wenn ein Klavier oder Piano bei dem Termin vorhanden sein muss. Die Brelinger Mitte bietet sich für eine Club-Atmosphäre an. Dort wird am 9. März wieder ein Konzert stattfinden, dann mit KUU, einer Band aus Berlin und neuem europäischen Jazz. Im Laufe des Jahres bekommt das zehnköpfige Komitee, welches für die Gestaltung der Jazz-Termine in der Brelinger Mitte verantwortlich ist, etwa 40 Adressen von Künstlern. Zum Teil sind es schon bekannte Musiker, die gern noch einmal nach Brelingen kommen möchten, zum Teil unbekannte Künstler, die sich beim Komitee bewerben. Mit Hilfe der Sponsoren, die einen wesentlichen Teil der Kosten tragen und dafür sorgen, dass die Kartenpreise sozial verträglich bleiben, können schließlich fünf unterschiedliche Bands eingeladen werden. Jazz kommt aus den 20er Jahren und manche führen es auf das Slangwort: „Jazzy“ – für „erregend, bunt“ zurück. Häufig kommen Soloimprovisationen vor und so verlor der Jazz die Funktion der Tanzmusik. In der Brelinger Mitte war deutlich zu spüren was John Philip Sousa (gest. 1932) gesagt hat: „Der Jazz wird so lange existieren, wie die Leute ihn mit den Füßen und nicht mit dem Verstand hören.“