„Wir kommen der Grippe zuvor“

Helge Zychlinski war unter den ersten, die sich im Rathaus das Impfserum haben spritzen lassen.

Gemeindeverwaltung macht mit – Grippeschutzimpfungen sollen Gesundheitssystem entlasten

Wedemark. Die Gemeindeverwaltung beteiligt sich auch in dieser Saison mit einem zentralen Impfangebot an der Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufkläung (BZgA). In diesem Jahr nehmen doppelt so viele Mitarbeiter teil wie sonst. Das deutsche Gesundheitssystem muss weiterhin in der Lage sein, schwerstkranken Menschen notwendige Intensivmedizin zukommen zu lassen, das ist ein Hauptziel der Maßnahmen zur Corona-Eindämmung. „Gerade jetzt, da die Ansteckungszahlen so stark ansteigen, ist es wichtig, unser medizinisches System so gut es gehtzu entlasten und alles zu unternehmen, was die Ansteckungskurve abflachen kann“, appelliert Bürgermeister Helge Zychlinski an alle Wedemärker. „Dazu gehören nicht nur die offiziellen Maßnahmen, die die Ansteckung mit dem Coronavirus verhindern sollen. „Wichtig ist auch, sich vor anderen Krankheiten zu schützen, insbesondere vor Atemwegserkrankungen“, ergänzt Zychlinski und hat dabei den Schutz vor der Grippe im Visier. Die echte Grippe (Influenza) ist keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. In Deutschland sterben je nach Schwere der Grippewelle jedes Jahr mehrere Hundert bis über 20.000 Menschen an der Grippe. Der Bürgermeister ruft dazu auf, sich gegen die jährliche Grippewelle impfen zu lassen, jetzt dringlicher denn je. Damit schließt er sich der Linie der BZgA an, die die Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ initiiert hat. Nach der Ansteckung erkrankt ungefähr ein Drittel der Betroffenen mit den typischen Krankheitszeichen wie beispielsweise plötzlichem, hohem Fieber über 38,5 °C, trockenem Reizhusten, Kopf-, Hals-und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit oder Schweißausbrüchen. Bei etwa einem weiteren Drittel verläuft die Grippe milder. Selbst in unkomplizierten Fällen dauert die Erkrankung fünf bis sieben Tage. Ein Drittel erkrankt zwar nicht, kann aber andere mit Grippe anstecken. Die Gemeindeverwaltung geht mit guten Beispiel voran. Bereits in den
vergangenen Jahren machte die Verwaltungsleitung ihren Mitarbeitenden das Angebot, sich zentral im Rathaus immunisieren zu lassen. „In diesem Jahr haben sich doppelt so viele Kolleginnen und Kollegen für die Impfung angemeldet, wie sonst üblich“, berichtet Helge Zychlinski. Man habe beim medizinischen Dienstleister zwei Zusatztermine buchen müssen. Und der Verwaltungschef machte persönlich mit: Er war unter den ersten, die sich im Rathaus das Impfserum haben spritzen lassen. Bürgermeister Zychlinski gehört zwar nicht zu den Hauptzielgruppen, die die Ständige Impfkommission (STIKO) definiert hat. Das sind Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal sowie chronisch Kranke. „Dennoch halte ich es für wichtig, mich selbst vor der Ansteckung zu schützen, damit ich andere nicht anstecken kann,“ erläutert Zychlinski. „Ich rufe alle Wedemärkerinnen und Wedemärker auf, sich ebenfalls gegen die Grippe impfen zu lassen.“