„Wir konnten gar nicht so schnell gucken“

Joachim Silberzahn (von links), Caren Holstein-Lemke, Kai Weidner und Christoph Meyer freuen sich über die Verbundenheit der Menschen in Mellendorf mit der evangelischen Kita. (Foto: A. Hesse)

Spendenaktionen zeigen große Verbundenheit mit evangelischer Kita

Mellendorf. „Dieses Geld können wir unheimlich gut gebrauchen“, freut sich Caren Holstein-Lemke, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte in Mellendorf. Bei einem Treffen im sommerlichen Garten der Kita an der Krausenstraße überreichten ihr Joachim Silberzahn, Inhaber des Rewe-Marktes in Mellendorf, und Christoph Meyer und Kai Weidner vom Telefon Service Center Mellendorf jetzt Spenden in Höhe von insgesamt mehr als 1.800 Euro. Das Geld soll in die Ausstattung der Krippenräume im Gemeindehaus am Kirchweg investiert werden, etwa in die Küche, die dort zur Versorgung der Krippenkinder entstehen soll.
Bei einem Brand im Januar des vergangenen Jahres hatte die evangelische Kita ihre Krippenräume im Gemeindehaus verloren; zurzeit sind die ein- bis dreijährigen Kinder in speziellen Kita-Containern im Garten an der Krausenstraße untergebracht. Nach Abschluss der Sanierung des Gemeindehauses werden beide Krippen-Gruppen mit insgesamt 30 Kindern zurück ins Gemeindehaus ziehen.
„Einen Tag nach dem Brand haben wir mit einer Pfand-Bon-Aktion begonnen“, erzählt Joachim Silberzahn. Er bat seine Kundinnen und Kunden darum, ihr Pfandgeld für die evangelische Kita zu spenden und staunte selbst über den Erfolg: „Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie sich der Briefkasten mit den Bons füllte.“ 925 Euro war schließlich die Bilanz – und die Aktion läuft noch weiter. Der Spenden-Briefkasten sei schon wieder zur Hälfte gefüllt, erzählt Silberzahn; auch dieses Geld wird noch einmal in die Ausstattung der Krippe fließen.
Christoph Meyer und Kai Weidner hatten ihre Kundinnen und Kunden in der Weihnachtszeit eingeladen, an einer Tombola teilzunehmen. Die attraktiven Preise, zu denen auch ein Laptop zählte, sorgten dafür, dass durch den Losverkauf rund 670 Euro zusammenkamen; Meyer und Weidner stockten diese Summe dann aus der Kaffeekasse auf 900 Euro auf. Schon am Morgen nach der Brandnacht hatten die Inhaber des Telefon Service Centers dem Team der Krippe Handy und Telefonkarte gespendet, damit überhaupt die Eltern benachrichtigt werden konnten. „Meine Feuerwehrkollegin Wiebke Rose hatte mich über den Bedarf informiert“, erzählt Meyer, der selber in der Brandnacht an der Bekämpfung des Feuers beteiligt war.
Caren Holstein-Lemke und ihr Team freuen sich über die große Spendensumme und ebenso über die Verbundenheit der Menschen im Ort mit der evangelischen Kita, die in dieser Summe zum Ausdruck kommt. Die Verbundenheit hat viel mit der mehr als 60-jährigen Geschichte der Einrichtung zu tun: „Bestimmt 80 Prozent unserer Kinder sind Enkel oder Kinder von Menschen, die selbst auch schon diese Kita besucht haben“, erzählt die Leiterin.